Rezension: Die Sturmjäger von Aradon

Titel: Feenlicht

Autor: Jenny-Mai Nuyen

Verlag: CBT

Meine Bewertung: 3 von 5

 

 

 

Werbung fürs Lesen. 

Klappentext:

Groß ist ihr Hass, größer ihre Liebe
Der Handel mit Magie hat Aradon reich gemacht. - Täglich schickt die Magiergilde die Sturmjäger auf ihren fliegenden Schiffen aus, um Lirium, den Zauber der Berge, Wälder und Flüsse, zu fangen. Mit Lirium bringen die Menschen das Zwergenvolk um ihr Gold, knechten die Trolle und umwerben die Feen.
Doch jetzt droht Aradon ein magischer Krieg von ungeahntem Ausmaß. Das Alte Volk, einst Herrscher über alle Völker der Erde, hat fünf Dämonen auserwählt, um die Menschen zu bestrafen, weil sie die Magie des Landes für ihre Zwecke missbrauchen. Wenn die Fünf die verlorenen Totenlichter finden, ist der Untergang der Menschheit besiegelt.
Im Auftrag der Magier bricht die Sturmjägerin Hel auf, die Auserwählten aufzuhalten. Bis einer der Dämonen ihr das Leben rettet und sie vor eine schreckliche Entscheidung stellt: zwischen dem Hass auf ihren Feind und ihrer Liebe zu ihm.

Moment mal.

Zu allererst muss ich etwas zum Cover und zum Klappentext sagen: FURCHTBAR!

Dieses Wesen, was man da sieht, kommt gar nicht in der Geschichte vor.

Und der Klappentext ist auch irgendwie total verkehrt. Man weiß im ersten Teil eigentlich noch fast gar nichts über die "Dämonen" und ihre Pläne. Und bezüglich Liebe ist da auch eine große Fehlanzeige!

...Aber wie schön, dass ich jetzt hier den Inhalt mal korrekt wiedergeben kann :)

Inhalt:

In einer Welt, in der das Land von magischen Lirium-Adern durchzogen ist, lebt eine Sturmjägerin namens Hel. Hel hat die Gabe, all die magische Energie oder allgemein das Leben mit ihrem zweiten Auge als Licht wahrzunehmen. Bis jetzt verbrachte sie ihre Tage als Sturmjägerin auf einem Luftschiff, womit Lirium gesammelt und das Land ausgebeutet wird. Doch jetzt wehrt sich der lebendige Teil des Landes, der nicht bereits ausgebeutet und tot ist - und plötzlich wird das Schiff angegriffen. Von einem Fremden gerettet überlebt Hel - und muss feststellen, dass sie schon bald in ein Abenteuer samt Dämonenjagd verstrickt ist.

 

Meine Meinung:

Eine sehr schöne Fantasy-Reise mit abwechslungsreicher Handlung und vielen liebevoll erschaffenen Figuren. 

Ich habe nur über zwei Punkte zu meckern: Zuerst einmal ist Feenlicht der erste Teil einer Dilogie (Trilogie?) - aber normalerweise gibt es bei Dilogien im ersten Teil wenigstens ein  kleines Finale. Dieses Finale oder überhaupt finale Spannung hat mir vollkommen im Buch gefehlt. Anfang und Mitte  waren so vielversprechend! ... Und dann lies das Tempo immer weiter nach... und nach... Entweder hätte es dann nur ein Einteiler werden sollen oder wenigstens noch etwas mehr irgendwas! Denn so war das Ende trotz merkbaren Bemühungen ziemlich lahm. 

Mein nächster und letzter Kritikpunkt ist mir zweimal etwas negativ aufgefallen, und zwar betrifft das sozusagen den roten Faden in der Story. Bei Abenteuerbüchern reist man ja viel herum und bewegt sich sehr viel fort, meistens bauen diese Reiseschritte dann eine komplexe Handlung auf. Bei diesem Buch gab es aber manchmal Stellen, wo die Hauptperson kurz Stillstand - und dann kam plötzlich ein Lauscher in den Raum oder ganz plötzlich steht man dann wie im Traum dem Feind gegenüber. Diese Lösung  fand ich an diesen beiden Stellen etwas schade, da diese plötzlich hingeworfenen (aber dennoch gut umgesetzten) Rettungsringe leider nichts zur Komplexität beitragen, sondern nur den weiteren Reiseweg ebnen.

Aber trotzdem habe ich seit langem, mal wieder Fantasy genossen, und das ganz ohne Deja-vu- Momente! :)


Titel: Magierlicht

Autor: Jenny-Mai Nuyen

Verlag: CBT

Meine Bewertung: 2,5 von 5

Klappentext:

Er ist ihre Liebe, sie ist sein Tod
Im Lebendigen Land tobt ein magischer Krieg ungeahnten Ausmaßes und die junge Sturmjägerin Hel gerät zwischen alle Fronten. Denn die Magiergilde, in deren Auftrag sie auf Dämonenjagd unterwegs ist, verdächtigt Hel, selbst ein Totenlicht in sich zu tragen. Eines der Lichter, die dazu beitragen, den Untergang der Menschheit herbeizuführen. Der Magier Olowain will sie einer lebensgefährlichen Probe aussetzen und im letzten Moment naht Rettung – von Mercurin, dem Dämon mit den Augen voller Unendlichkeit, den sie eigentlich bekämpfen muss. Doch als die Elfen, Hüter der Macht in Hellesdîm, ihren besten Freund Nova in ihre Gewalt nehmen, muss Hel sich entscheiden. Folgt sie dem Ruf der Elfen oder rettet sie Nova und alles, was ihr bisher wichtig war?

(Ich finde diesen Klappentext wieder ziemlich schlecht, aber wenigstens stehen da diesmal keine Unwahrheiten mehr. Deswegen belasse ich es mal dabei.)

 

Meine Meinung:

Beim ersten Teil fand ich ja die erste Hälfte des Buches besser als die zweite. In diesem Teil war es andersrum, da wurde ich in der ersten Hälfte überhaupt nicht mitgerissen, aber ab der Mitte wurde es dann doch noch besser.

Ich habe auf jeden Fall eine Menge Kritik, aber mir hat das Buch dennoch gefallen. Das liegt aber wohl daran, dass die Autorin es bei jedem Buch schafft, das Ende großartig zu machen. Wenn es mal wieder so ist, dass man feststeckt und keine Lust mehr hat, weiterzulesen, dann freut man sich nach dem Ende dann doch, durchgehalten zu haben. 

Die wichtigsten Kritikpunkte: 

- Schwache erste Hälfte

- platt wirkende Charaktere

- insgesamt eine Geschichte mit sehr viel Potential, aber auch noch mit Luft nach oben

- alles zusammen wirkt nicht sehr rund

An sich gefällt mir aber die Grundidee sehr gut, dieses magische Land, das ausgebeutet wird, dann der kleine Vorschlag mit dem Nutzen von "erneuerbaren Energien". Es scheint eine sehr vielfältige Welt zu sein, aber ich hätte gerne noch vieeeel mehr darüber erfahren!

Die verschiedenen Wesenarten sind super interessant, waren mir dann aber doch zu wenig ausgeführt.

Der nächste Kritikpunkt:

In der Mitte des Buches dachte ich mir nur so "wie jetzt, bitte?".

Plötzlich kommt da so eine ernste Lovestory um die Ecke gehüpft und haut einen voll vom Hocker! Ich begreife den Müll immer noch nicht.

Aber gut, heutzutage ist man das ja aus einigen YA-Büchern gewohnt. 

Noch mehr Kritik:

Erst sind es Dämonen, dann Druiden, dann doch Dämonen - was denn jetzt und wie genau überhaupt?!

Dämonen aus der Hölle, Dämonen aus dem Himmel, neue Dämonen, Dämonen, die sich verwandeln können... oder doch einfach nur Druiden oder Magier oder was weiß ich, auf jeden Fall stelle ich mir Dämonen anders vor als unsterbliche Teenies mit magischen Kräften.

....Aber abschließend kann ich sagen, dass die Lovestory dann doch sehr schön war (also sehr leicht, ohne Kitsch und Details) und die hat das Buch dann irgendwie wieder besser gemacht.

Aber es war kein gutes, rundes Gesamtpaket, sondern hatte einige Schwächen in verschiedenen Bereichen und bleib deswegen leider weit unter dem tollen Potential der Geschichte.

Und: 
Ist das jetzt der letzte Teil gewesen? Anscheinend ja schon. Aber eigentlich sollte es doch eine Trilogie werden?
Also ich hätte nichts dagegen, wenn die Autorin die Geschichte noch einmal neu schreibt, auf drei Teile aufgeteilt und mit verständlichen Erklärungen und mehr Action und Spannung gespickt - und dann bitte mit passend gestalteten Covern und besseren Klappentexten. 

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