Rezension: Lockwood

Titel: Lockwood & Co - Die seufzende Wendeltreppe

Autor: Jonathan Stroud

Verlag: CBJ

Meine Bewertung: 3 von 5

Klappentext:

Geister, Ghoule, Grabgeflüster: Die Agenten von LOCKWOOD & CO. sind allem gewachsen
LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.
So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht …

 

Meine Meinung:

Das Buch spielt im 21. Jahrhundert, jedoch in einer anderen Realität als unserer. Denn es gibt schon seit vielen Jahren eine Geisterplage in England, welche von verschiedenen Agenturen bekämpft wird. Lockwood&Co ist eine sehr kleine, unabhängige Agentur, bestehend aus den Jungen Lockwood, George und der Hauptperson Lucy, aus wessen Sicht erzählt wird.

Es gibt einen Zeitsprung zu Beginn, aber im großen und Ganzen dreht sich das Abenteuer um den Fund einer ermordeten ( und heimsuchenden) Schauspielerin, deren Mörder Lockwood&Co finden wollen.

Ich mag Jonathan Strouds Erzählweise sehr gern, weil ich mir seine Bücher beim Lesen immer sofort als Film vorstellen kann. Bei Lockwood war dieser Eindruck dieses Mal noch stärker, da die Hauptpersonen eher blass geblieben sind und auch nicht zu detailreich Beschrieben wurden. Vor allem Lucy bleibt sehr blass, was ich sehr schade finde, da man aus ihr so einen tollen, gerissenen Charakter hätte machen können wie Kitty aus "Bartimäus" (eine tolle Reihe von Jonathan Stroud). 

Mein nächster Kritikpunkt ist die Widersprüchlichkeit. Die Agenten müssen noch Jugendliche sein, um Geister sehen zu können. Aber keine Sorge, diese jungen Agenten wurden ja alle supertoll ausgebildet. ...Trotzdem machen sie ständig bescheuerte Fehler?!

Noch etwas: Der erste Geist und die damit verbundene Gefahr ist noch ausführlich beschrieben. Aber im heimgesuchten Herrenhaus ist es dann plötzlich vollkommen egal, ob die Agenten vor den Geistern starke Emotionen zeigen oder nicht

...Mir hat auch ein Überraschungsmoment gefehlt. Ich habe irgendwann geahnt, wie der Böse besiegt wird und genau so ist es dann auch passiert. Die einzelnen Stränge wurden zwar sehr schön zueinander geführt und die Geschichte ist auch sehr gut konstruiert, allerdings muss ich jetzt sagen: Für einen Film wäre diese Geschichtskonstruktion perfekt. Im Buch stören mich leider die fehlenden Informationen und daraus resultierenden "Logikfehler". In Filmen kann man darüber ja meistens wegsehen.

 

Fazit: Für mich war es ein sehr schönes Buch mit Geistern, das nicht zu gruselig ist, aber auch nicht übermäßig spannend oder ausführlich gestaltet wurde.

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