Rezension: Starbound - Trilogie

Titel: These Broken Stars

Autor:  Amie Kaufman, Meagan Spooner

Verlag: Hyperion / Carlsen
Meine Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

 

 

 

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Klappentext:

Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...

 

Meine Meinung:

Zuerst zum Cover: Die deutschen Cover finde ich leider furchtbar, deswegen habe ich die Bücher auf Englisch gelesen. Denn bei den englischen Covern stimmt alles, das Setting, die Haarfarben, sogar die Farbe des Kleides!

Das Einzige, was ich über dieses Buch wusste, als ich damit anfing, war die leichte Titanic-Parallele: Ein Schiffbruch und die Liebe zwischen einem einfachen Jungen und einem reichen Mädchen.

Nach den ersten Kapitel habe ich mir dann außerdem auch eine wunderbar aufregende und spannende Sci-Fi-Handlung dazu überlegt, denn das Potential dazu wäre da gewesen. Aber leider gibt es in diesem Buch nicht besonders viel Sci-Fi und auch nicht viel Spannung.

Aber dafür gibt es eine wunderschöne, sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte und sich ebenso schön entwickelnde Charaktere, die beide tolle Eigenheiten und unterschiedliche Hintergründe aufweisen.

Da wäre einmal Tarver, der zwar froh darüber ist, überlebt zu haben, aber gleichzeitig überhaupt keine Lust darauf hat, mit Lilac LaRoux unterwegs zu sein.
Ich verwende hier absichtlich "unterwegs sein" und nicht "ums Überleben zu kämpfen", da der Aufenthalt auf dem Planeten zwar nicht einfach ist, aber auch nicht zu anstrengend für die beiden. Die Umstände sind gerade noch aushaltbar, jeden Abend gibt es ein schönes Lagerfeuer und dazu ein bisschen gegenseitige Annäherung. Das Essen ist zwar knapp, aber wirklich kämpfen muss der erfahrene Kriegsheld Tarver nicht...  und Lilac - naja, ich will nicht spoilern.

Lilac könnte ein Gegensatz zu Tarver sein, eine naive, reiche und verwöhnte Erbin, die einem.total auf die Nerven geht. Aber nein, Lilac ist klasse!
Zwar hat sie ihre Eigenheiten und ihren eigenen Kopf, aber sie ist ein selbstständiger Mensch, der auf mich genau so sympathisch gewirkt hat wie Tarver.

Beide Charaktere sind richtig toll, sie entwickeln sich hervorragend und überwinden mit der Zeit die gesellschaftlichen Unterschieden zueinander. Auch an der Liebesgeschichte zwischen den beiden habe ich überhaupt nichts zu meckern - aus Vorsicht und Abneigung wird wegen gegebener Umstände Zuneigung. Es war perfekt, nichts davon zu viel und alles schön zeitlich aufgebaut.

Jetzt muss ich zu der Handlung und dem Aufbau der Geschichte kommen - und da fand ich leider nur die erste Hälfte genau so toll wie die Charaktere.

Es wird sehr viel Potential entwickelt und man ist wirklich sehr gespannt darauf, was es mit dem Planeten auf sich hat... bis dann das Ende langsam heranrückt und man merkt, dass die eigenen actiongeladenen Ideen und Erwartungen niemals so oder so ähnlich umgesetzt werden.

Es ist toll, dass man nichts in dieser Geschichte vorhersagen kann, aber gleichzeitig fehlt einfach die Action.

Ich habe mehr erwartet. Vor allem mehr Charaktere und verschiedene Handlungsstränge, die zusammenlaufen.

Aber man bekommt in diesem Buch nur Lilac und Tarver auf einem Planeten.

Die Handlung ist außerdem nicht ganz rund und abgeschlossen, aber es gibt ja noch zwei weitere Bände, in welche ich diesbezüglich viel Hoffnung stecke.

Der Schreibstil war wirklich schön und auch die Aufteilung der Kapitel (abwechselnd aus Tarvers und Lilacs Sicht), unterbrochen durch kurze Sequenzen aus einem Verhör, welches Nach dem Ende stattfindet, hat mir sehr gut gefallen!

Bezogen auf die Gefühlsebene hat sich die Geschichte perfekt entwickelt, aber wenn man die Spannungskurve betrachtet, gibt es dort große Defizite. Außerdem erfährt der Leser leider keine wirklich interessanten Details über "das große Ganze", sprich: Die Technik, die Raumfahrt, den genaueren Aufbau er Gesellschaft... Diese Themen werden alle erwähnt und angeschnitten, aber nach dem Lesen kennt man sich mit nichts davon so richtig aus.

Gerade am Ende haben mir einige wichtige Erklärungen gefehlt, aber vielleicht werden meine Fragen im Folgeband beantwortet.

Allgemein hat mich das Ende verglichen mit der ersten Buchhälfte ziemlich verwirrt und etwas schockiert, denn damit rechnet wohl niemand.

Rückblickend muss ich ehrlich gestehen, dass ich gerne noch 100 Seiten mehr über Tarver und Lilac gelesen hätte!

 

Fazit: Ein schön geschriebenes Buch mit großartigen Charakteren und einer angenehmen Lovestory. Leider gibt es kaum Action und verglichen mit allem Möglichen, war das Ende für mich persönlich etwas zu schwach.


Titel: This shattered World

Autor:  Amie Kaufman, Meagan Spooner

Verlag: Hyperion / Carlsen
Meine Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

 

 

 

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Klappentext:

Jubilee und Flynn hätten einander nie begegnen sollen. In einem Krieg, der schon seit Generationen andauert, stehen sie auf verschiedenen Seiten. Denn Lee ist Kommandantin der Armee-Einheit, die die Rebellen auf dem Planeten Avon bekämpfen soll, Flynn deren Anführer. Als er sich ins Militärlager einschleicht, wird er von Lee gestellt. Sein einziger Ausweg ist, sie gefangen zu nehmen. Doch dann fordern die anderen Rebellen ihren Tod und Flynn trifft eine Entscheidung, die ihrer beider Leben für immer verändern wird.


Meine Meinung:

Puuuh... also das war seltsam!

Am Anfang war ich noch hoffnungsvoll und interessiert, aber das Ende hat mich jetzt so verärgert, dass ich auch nur 2 von 5 Punkten geben würde. Aber bis zur Hälfte war das Buch okay und hatte Potential.

Aber

Es fehlt wieder mal eine Tonne an Erklärungen.

Alle negativen Aspekte aus Band 1 finden sich wieder und werden sogar noch verstärkt. Spannungslos, verwirrend, kurzatmig... mehr Sinn kommt aber nicht dazu.

Diesmal gefallen mir die Charaktere alleridngs auch nicht so - die aus dem ersten Teil hatten irgendwie mehr Ecken und stärker ausgeprägte Wesenszüge. Außerdem kann ich die Lovestory diesmal gar nicht nachvollziehen, die kam kurz mal angeflogen und plötzlich war sie da.

Eine gute Freundschaft zwischen den beiden wäre toll gewesen, so fand ich es einfach unglaubwürdig.

Das Thema an sich ist echt nicht verkehrt, aber es ist so blöd umgesetzt, da einem einfach die Informationen fehlen und ich persönlich deswegen dann auch keine Lust mehr habe, immer wieder von dieser Willkür überrascht zu werden.

Die letzten 50 oder 70 Seiten waren einfach so verwirrend und willkürlich und seltsam und blöd... Also... häää?!

Fazit: Kein Must read und auch nicht besser als Teil 1.


Titel: Their fravtured light

Autor:  Amie Kaufman, Meagan Spooner

Verlag: Hyperion / Carlsen
Meine Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

 

 

 

 

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Klappentext:

Vor zwei Jahren waren Lilac und Tarver die einzigen Überlebenden eines Raumschiffabsturzes und gezwungen, von da an ein Doppelleben zu führen. Vor einem Jahr haben Jubilee und Flynn die gesamte Galaxis auf die finsteren Machenschaften von LaRoux Industries aufmerksam gemacht. Jetzt treffen die vier auf dem Planeten Corinth, im Herzen der Galaxis, auf zwei weitere Rebellen gegen den übermächtigen Konzern LaRoux Industries. Sofia Quinn ist eine charmante Hochstaplerin. Gideon Marchant ist ein Hacker, der die besten Sicherheitsvorkehrungen umgehen kann. Gemeinsam wollen sie LaRoux endlich zu Fall bringen, und dabei steht nicht nur ihr Leben auf dem Spiel, sondern auch ihre Liebe.


Meine Meinung:

Die beiden Protagonisten begegnen sich mal wieder im ersten Kapitel. Aber diesmal freue ich mich über beide, denn sie scheinen intelligent und interessant zu sein!

Beide haben Köpfchen und wenden dieses auch an, sie vertrauen sich nicht sofort, führen aber genug Gespräche, um Situationen zu klären. Beide Charaktere sind mir symphatisch und nutzen ihr Potential!

Gideon findet Sofia sofort attraktiv, was ich okay finde, weil es mich beim Lesen nicht gestört hat.

Ich finde es entwas schade, dass wieder ein Jahr seit der letzten Enthüllung vergangen ist, denn in diesem einen Jahr hat sich mal wieder nichts getan - oder es wird dem Leser eben einfach nicht erzählt. Allerdings ist mir in diesem Teil das Fehlen von handfesten Erklärungen und Infomationen überhaupt nicht negativ ins Auge gefallen, in diesem Band ist das irgendwie besser umgesetzt... schade ist es trotzdem. Dieses große Universum und die vielen Bewohner der Planeten haben doch eine Menge Potential!

Ich finde es einfach schade, dass Flynns und Jubilees "Erkenntnisse" so gar nicht beachtet wurden/ kein Gewicht haben -  irgendwie hätte man deren Buch auch weglassen können. Ob auf Avon jetzt irgendwas passiert ist, dass es die Fury gibt... spielt irgendwie keine soo große Rolle, weil es im dritten Band eh nicht nochmal vorkommt/ besser erklärt wird. Ein Jahr danach ist ja immer noch nichts großes passiert und eigentlich haben sich jetzt nur Tarver und Lilac drum gekümmert... bzw. ... was haben die beiden in den zwei Jahren nochmal erreicht? Nichts? Okay.

Dafür gefallen mir diesmal diese kleinen Zwischensequenzen richtig gut, denn anders als in Teil 2 sind sie diesmal wirklich sehr aufschlussreich!

Auch die Handlung hat mir super gefallen, endlich ist die Geschichte super spannend und der Spannungsbogen ist perfekt ausgearbeitet!

Alle Hauptpersonen der vorherigen Bücher treffen schon in der Mitte aufeinander und mehr habe ich mir nicht gewünscht!

Das Buch hat mich im letzten Drittel an eine Zombie-Apocalypse erinnert, von diesem dystopischen Feeling hätte es vorher gerne schon mehr geben können!

Die Whispers haben mich zum Ende hin sehr an den "Staub" aus "Der Goldenen Kompass" von Philip Pullman erinnert - deswegen finde ich die Whispers wohl so cool - aber gut, man kann das Rad wohl nicht neu erfinden,  es wird immer Parallelen zu anderen tollen Romanen geben.

Ich bin froh, dass ich nach dem zwieten Teil nicht abgrebrochen habe.

 

Fazit: Der letzte Teil ist das Highlight der Trilogie!