Rezension: Let the Sky Fall (Sturmkrieger) - Trilogie

Titel: Der Kuss des Windes - Sturmkrieger Band 1

Autor: Shannon Messenger

Verlag: Simon Pulse/ Cbt

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. 

Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass es dieses Buch auf auf Deutsch gibt, weswegen ich es auf Englisch gelesen habe.

Aber um ganz ehrlich zu sein: Der Titel und der Klappentext der deutschen Ausgabe hätte mir so gar nicht zugesagt! 

 

Klappentext:

Der 17-jährige Vane erinnert sich an nichts. Nur an die Angst und den Todeswirbel. Und an sie, die ihn seither in seinen Träumen verfolgt ... Audra dagegen erinnert sich genau an die Sturmkrieger und ihre zerstörerische Macht. Denn Audra ist die Hüterin des Windes – und wacht über Vanes Leben. Als ihnen die Tyrannen der Lüfte erneut auf der Spur sind, bleibt Audra nichts anderes übrig, als Vanes Erinnerung zu aktivieren. Doch die größte Gefahr geht nicht von den Kriegern aus – sondern von der zarten Liebe zwischen Vane und Audra ...

 

Meine Meinung:

Es ist nicht zu verzwickt oder anspruchsvoll, aber dennoch schön zu genießen und lässt sich sehr flüssig lesen.

Man wird schön in die Handlung hineingeführt (ahnungsloser Teenager erfährt, dass er zu Größerem bestimmt ist) und die Informationen über das Sturmjägervolk werden dem Leser angenehm nach und nach mitgeteilt und weckt das Interesse zum weiterlesen.

In diesem Buch werden uns die Sylphs vorgestellt, welche ich als Windbändiger beschreiben würde. Über so etwas habe ich bis jetzt noch kein Buch gelesen, deswegen gibt es schon einmal einen großen Pluspunkt dafür.

Die Rahmenhandlung erinnert mich ein wenig an die Serie Avatar, wo Aang der letzte lebendige Windbändiger ist und die anderen Elemente erlernen will - in diesem Buch ist Vane auch der letzte seiner Art, nur dass es eben keine Elemente gibt, sondern nur vier verschiedene Winde, die man erlernen muss. 

Der Inhalt besteht daraus, dass Vane und Audra aufeinander treffen und dass Vane von Audra trainiert wird, um am Ende gegen die Feinde kämpfen zu können.

Die Idee ist gut und die Handlung ist solide, aber der Inhalt klingt jetzt nicht besonders spannend oder mitreißend und das ist er auch nicht. 

Dafür sind die Charaktere wirklich toll!

Die Geschichte wird abwechselnd aus Vanes und Audras Sicht erzählt und das hat mir gut gefallen.

Vane und Audra habe ich mir wie Percy und Anabeth (aus Percy Jackson von Rick Riordan) vorgestellt, weil sie ähnlich miteinander umgehen.

Ich habe Vane von der ersten Seiten an gemocht, er ist ein sympathischer Charakter mit angenehm lockerem Humor. Seine witzigen Bemerkungen und der Schribstil allgemein waren echt klasse.

Audra war zu Anfang das mysteriöse Mädchen, welches sehr unnahbar wirkt, aber dennoch hat man viele Einblicke in ihr Gefühlsleben bekommen und auch sie hat mir als Charakter gefallen. Sie hätte noch etwas komplexer sein können, wenn ihre wichtigsten Prägungen noch stärker verdeutlicht gewesen wären - ihre Ausbildung und die von ihr gewünschte Gefühlskälte.

Das war aber auch gleichzeitig etwas, was ich nicht ganz nachvollziehen konnte: Audra redet davon, dass sie eine harte Ausbildung hinter sich hat und seit zehn Jahren keine Nahrung zu sich nehmen durfte - aber sie hat die letzten zehn Jahre ständig über Vane gewacht. Wie passen denn diese zwei Dinge zusammen, wann genau wurde sie wie lange von wem ausgebildet? Oder bestand ihre Ausbildung daraus, auf sich allein gestellt Vane zu beobachten?

Dann gibt es noch ein paar weitere Dinge, die ich nicht so gut erklärt fand:

Vane ist unglaublich wichtig für die Sturmkrieger, aber Audra ist als einzige zuständig für ihn?

Wegen eines Zwischenfalls muss sie ihn innerhalb von wenigen Tagen trainieren - hätte er sonst nie trainiert werden sollen? Ist ein alternativer Plan für Vane vorgesehen gewesen? Wie genau ist die Kampfstrategie der Feinde oder die Verteidungsstrategie der Sturmkrieger? Warum genau gibt es eine bestimmte Zeitspanne, in der die Feinde ankommen?

Ich hätte mich sehr über solche Zusatzinformationen gefreut, bei so einer ausgelutschten und vorhersehbaren Handlung, die man schon aus vielen anderen Büchern kennt (Held wird in kurzer Zeit auf den großen Show-Off vorbereitet).

Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt war für mich, dass sich das Setting nur dreimal gewechselt hat. Settingwechsel sorgen immer für Abwechslung und mehr Entwicklung und auch für Spannung, aber leider fehlt dies. 

Im Finale gibt es aber einen actionreichen Show-down mit tollem Plottwist - das Ende kann auf jeden Fall überzeugen.

 

Ich würde gerne vier Punkte geben, weil mich das Buch gut unterhalten hat und ich die Handlung und die Charaktere mochte. Aber im Nachhinein findet man dann doch einige Lücken und es hätte wirklich spannender gestaltet sein können.

Ich freue mich aber auf jeden Fall schon sehr auf den nächsten Teil!

 


Titel: Let the Storm break

Autor: Shannon Messenger

Verlag: Simon Pulse

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Klappentext:

Vane Weston is haunted. By the searing pull of his bond to Audra. By the lies he’s told to cover for her disappearance. By the treacherous winds that slip into his mind, trying to trap him in his worst nightmares. And as his enemies grow stronger, Vane doesn’t know how much longer he can last on his own.
But Audra’s still running. From her past. From the Gales. Even from Vane, who she doesn’t believe she deserves. And the farther she flees, the more danger she finds. She possesses the secret power her enemy craves, and protecting it might be more than she can handle—especially when she discovers Raiden’s newest weapon.
With the Gale Force weakened by recent attacks, and the power of four collapsing, Vane and Audra are forced to make a choice: keep trusting the failing winds, or turn to the people who’ve betrayed them before. But even if they survive the storms sent to destroy them, will they have anything left to hold on to?

 

Meine Meinung:

Ich muss voerweg sagen, dass ich dieses Buch irgendwie in einer schlechten Woche gelesen habe. Ich musste mich nämlich ziemlich zwingen, es endlich zu beenden, aber das ist ganz bestimmt die nicht Schuld des Buches (obwohl es nach wie vor Luft nach oben gibt).

Ich würde Audra so gerne sympathisch finden, aber es geht einfach nicht. Ich verstehe ihre Gefühle und Handlungen nicht.

Jetzt wo Audra und Vane getrennt sind, ist das Ganze zwar interessanter, aber nicht so wirklich super spannend.

Wenn z.B. dieses Sturmmonster entsteht, fehlt eine Menge Atmosphäre!

Dafür gibt es aber einen riesigen Pluspunkt für die Interaktion der Charaktere! Dieses ganze Beziehungsdings zwischen Vane, Audra und neustens auch Solana fand ich sehr super gelöst und ich war so unendlich frog, dass es da kein unnötiges Rama gab! Es ist so selten, dass es mal kein unnötiges Drama gibt! Die Gespräche fand ich klasse und allgemein die Charaktere zusammen - nur Audra war mir eben von Anfang bis zur Hälfte etwas fern.

Die Handlung an sich war für einen zweiten Teil nicht schlecht, aber mir hat einfach komplett die Konzentration gefehlt.

Den Show-off am Ende konnte ich mir nicht mal bildich vorstellen - aber wie gesagt, ich habe wohl einfach die falschen Tage für das richtige Buch ausgesucht.

 


Titel: Let the wind rise

Autor: Shannon Messenger

Verlag: Simon Pulse

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

Klappentext:

Vane Weston is ready for battle. Against Raiden’s army. Against the slowly corrupting Gale Force. Even against his own peaceful nature as a Westerly. He’ll do whatever it takes, including storming Raiden’s icy fortress with the three people he trusts the least. Anything to bring Audra home safely.
But Audra won’t wait for someone to rescue her. She has Gus—the guardian she was captured with. And she has a strange “guide” left behind by the one prisoner who managed to escape Raiden. The wind is also rising to her side, rallying against their common enemy. When the forces align, Audra makes her play—but Raiden is ready.
Freedom has never held such an impossible price, and both groups know the sacrifices will be great. But Vane and Audra started this fight together. They’ll end it the same way.


Meine Meinung:

ICH BIN SOOO BEGEISTERT!

Das war ein großartiger Abschluss der Reihe!

Am Anfang sind Vane und Audra schon wieder getrennt, aber diesmal ist es viel besser als im zweiten Teil.

Audra ist nicht auf sich allein gestellt, sondenr hat Gus - und Vane begibt sich mit Solana auf die Rettungsmission.

Vane und Audra... haaach! Die beiden sind sooo toll! Und Solana und Gus haben mir auch super gefallen!

Vielleicht wären ein paar mehr Verbündete nicht schlecht gewesen, aber so war es auch voll in Ordnung!

Ich liebe es einfach sehr, wie die Autorin die Charaktere untereinander interagieren lässt - die Gespräche, das Verhalten - es ist so perfekt!

Vor allem hat diese Autorin keine Angst davor, ihre Charaktere so richtig leiden zu lassen - find eich super!

Und über den bösen Raiden erfährt man eeendlich auch mehr Hintergrundgeschichte - er ist zwar immer noch das totale KLischee, aber jetzt wenigstens nicht mehr platt und konstruiert.

...Und die ganzen Windschlachten erst! So viel Spannung und Action, so viele Kämpfe, so viele Verletzungen und Verluste und haaaach alles toll, toll, toll!

Ich wurde von diesem Buch mitgerissen wie von einem Sturm! (ha, ha)

Ich kann diese Reihe wirklich nur empfehlen!

Der Schriebstil ist super leicht und humorvoll, die vermittelten Werte sind perfekt, wie auch die Idee mit den "Sturmkriegern" an sich.

Auch wenn Audra mich in den ersten Büchern nicht überzeugen konnte, so bin ich jetzt doch bei jeder Szene zwischen ihr und Vane dahingeschmolzen. Vane ist für mich ja der kleine Bruder von Percy Jackson, einfach weil seine inneren Monologe genau so witzig sind.

Es lohnt sich wirklich!