Rezension: Die Masken des Morpheus

Titel: Die Masken des Morpheus

Autor: Ralph Isau

Verlag: CBJ

Meine Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

 

 

 

Werbung fürs Lesen. 

Klappentext:

Ein außergewöhnlicher Junge. Ein skrupelloser Seelendieb. Und ein fantastischer Wettlauf auf Leben und Tod ...
London 1793: Arian Pratt, Akrobat, Illusionist und Zirkusstar, kann es kaum fassen, als er sich während einer Vorstellung plötzlich im Körper eines geheimnisvollen Fremden wiederfindet – und dieser in seinem! Arian nimmt die Verfolgung auf – und wird selbst zum Gejagten. Doch der Junge lässt sich nicht einschüchtern: Er will wissen, wer hinter dem mysteriösen Tausch steckt – und er möchte seinen Körper zurück! Zusammen mit der jungen Mira macht er sich auf eine abenteuerliche Reise und kommt einem grausamen Geheimnis auf die Spur ...

 

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich wegen des Covers gekauft.

Dann habe ich die ersten zwei Seiten gelesen und es für über zwei Jahre wieder weggelegt - das sagt wohl schon einiges.

Ich muss leider sagen: Dieses Cover erweckt falsche Hoffnungen!

Die Handlung ist sehr komplex und gleichzeitig kommt die Geschichte nur sehr langsam voran.

Wer gerne und oft solche massiven Bücher liest, könnte schnell hindurchfinden, da man doch sehr neugierig gemacht wird, was hinter all den Geschehnissen steckt. Ich aber, die solche massiven Bücher in den letzten Jahren eher vernachlässigt hat, wurde davon ein wenig erschlagen und legte es ziemlich oft weg.

Der Schreibstil ist sehr ausführlich und daran muss man sich wirklich erst mal gewöhnen.

Dafür ist über das Innenleben der einzelnen Charaktere kaum ein Wort gefallen!

Das Verhalten der Hauptperson und auch seine Art kann ich einfach kaum nachvollziehen!

Sein Körper wird geklaut und er flippt nicht aus? Siebzehn Jahre alt aber verhält sich wie ein Mitte zwanzig Jähriger abgebrühter Abenteurer.

Es entwickelt sich eine zum Ende hin sehr ernst werdende Lovestory, obwohl sich die Hauptperson die ganze Zeit über in einem fremden (und hässlichen) Körper befindet? Ja klar, die inneren Werte sind das wichtigste - aber wieso sollte sich ein siebzehn jähriges Mädchen in einen alten, entstellten Verbrecher verlieben?

Der Haupthandlung konnte ich ebenfalls nicht so wirklich folgen.

Es gibt so viele Namen und bereits passierte Dinge, die ich alle trotz Konzentration nicht richtig zuordnen konnte. Deswegen haben mich auch die Plottwists kaltgelassen, ich kam einfach nicht mit dieser Geschichte klar!

Und die Titel der Kapitel sind einfach nur schlimm!

Als Beispiel das 9. Kapitel, welches sechs Seiten lang ist: "Arian erwacht in einer neuen Fleischeshülle, die ziemlich alt aussieht und seine schauspielerischen Talente auf eine harte Probe stellt." *kotzwürg* da brauch ich ja die Kapitel gar nicht mehr zu lesen!

Die letzten einhundert Seiten haben mich überhaupt nicht mehr berührt und im Nachhinein muss ich echt sagen, dass dieses Buch zurecht sehr lange ungelesen in meinem Regal lag.