Beautifully Broken Reihe

Titel: Before we fall - vollkommen verzaubert

Autor: Courtney Cole

Verlag: Knaur

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

Klappentext:
Um die Liebe muss man kämpfen.

In der Nacht seiner Highschool-Abschlussfeier änderte sich für Dominic Kinkaide alles. Seitdem hält der erfolgreiche Schauspieler seine Gefühle unter Verschluss. Dem 24-Jährigen liegen die Frauen reihenweise zu Füßen, doch Dominic lässt keine an sich heran. Bis er eines Tages die toughe Jacey kennenlernt, die von seinem Ruhm völlig unbeeindruckt scheint. Bald funkt es heftig zwischen den beiden. Aber Jacey ist so oft von Männern enttäuscht worden, dass sie Dominic zunächst nicht vertrauen kann. Trotzdem weckt er Gefühle in ihr, die sie nie für möglich gehalten hätte. Werden die beiden ihre Dämonen beseitigen und doch noch zusammen glücklich werden?

 

Meine Meinung:

Das Buch könnte echt sehrgut sein. Ist es aber nicht.

Die Sprache in den Dialogen wirkt furchtbar unautenthisch und auch bei diesem Buch habe ich allgemein Probleme mit der Übersetzung.

Ein Beispiel: "Cris sieht, das Gesicht bleich, Dominic an."

Und wer sich diesen Untertitel "vollkommen verzaubert" ausgedacht hat, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Das ist kein Disneyfilm sondern ein mittelschlechter Erotikroman ohne Zauber oder Romantik!

So,  schnell auf zur Handlung, ich hab mich schon genug über schlechten Stil in Büchern geärgert.

Die Handlungspunkte bezogen auf die Lovestory an sich sind unglaublich vorhersehbar.

Allerdings vermischen sich im Grundgerüst der Geschichte eine Menge Dinge (aka Klischees), was mir einfach zu viel ist, obwohl das wohl der Grund dafür ist, dass mir das Buch letztendlich dann doch ein bisschen gefallen hat.

Zum Einen wäre da das Klischee mit dem/der schlechten Ex, durch die einer der Protagonisten stark geprägt wurde.

In diesem Buch ist das gleich bei beiden Protas der Fall - Jaceys Ex war ein Psychopath und Dominics Ex ist tot.

so, allein schon auf dieser Grundlage könnte man eine ganze Geschichte aufziehen. Aaaber nein, da fehlt noch was.

Denn dazu kommt noch das "Mädchen trifft auf Star"-Klischee. (Und Dominics Bruder ist dazu dann auch noch ein Star).

Als drittes Klischee wäre das das "Mr Grey"-Klischee. Muss ich es erklären? Naja, Dominic hat gewisse Vorlieben - mehr muss man nicht sagen.

Oh, ich habe ja fast das "Mädchen taut das eisige Herz des Badboys auf"-Klischee vergessen.

Und all das steckt in diesem Buch!

Ich brauche wohl nicht mehr sagen, dass die Autorin einfach viel zu viel in der Geschichte unterbringen wollte. Etwas mehr klare Linie und deutliche Priorität hätte der Geschichte wirklich gut getan!

Und da es alles bekannte Klischees sind, hat man alles, was in diesem Buch steht schon mal gelesen. Die Probleme zwischen Jacey und Dominic sind einfach nichts neues. Und die beiden sind auch nicht wirklich besonders.

Zu den Charakteren:

Dominic war mir von Anfang an ziemlich unsympathisch, ich mag solche Männer einfach Null (es wurde aber gegen Ende hin etwas besser).

Jacey ist einfach nur strohdoof! Dieser für sie zu Beginn noch äußerst unbekannte Typ macht sich richtig plump an sie ran und sie fragt sich, wieso sie das jedes Mal wieder zulässt - aber hey, "ich habe keine Ahnung, warum ich nicht von ihm abrücke. Aber eigentlich will ich gar nicht woanders sein"

Es gibt aber leider tausend bessere Orte und tausend bessere Männer.

Dominic verbringt die Hälfte der Geschichte damit, sich selbst zu charakterisieren, hat aber so viele Eigenschaften/Vorlieben/Ablehnungen, dass alles irgendwie etwas wirr erscheint.  Aber er soll wohl hauptsächlich wirken wie Mr Greys kleiner Cousin oder so ähnlich.

Auf jeden Fall haben beide Charaktere sich widersprechende Wesenszüge und treffen bezogen auf ihren Charakter auch unnachvollziehbare Entscheidungen.

Beide haben viel Potential, aber in Dominic wurden einfach viel zu viele Eigenschaften gesteckt und Jacey kommt unglaublich blöd rüber.

Warum lässt sie sich auf ihn ein, obwohl sie weiß, wie er drauf ist?

Ich habe einfach genug von Frauen, die von den Männern davor gewarnt werden, dass sie emotionale Wracks sind und dann nach einer Weile total erschüttert feststellen, dass der Typ ein emotionales Wrack ist und die Gefühle nicht erwidert.

War ja gaaar nicht vorherzusehen!

Ab dem Moment, wo sie in seinem Zimmer geschnüffelt und die Briefe gelesen hat, war sie dann endgültig unten durch! Vor allem, weil es dann nicht noch einmal zur Sprache kam.

Das Drama auf den letzten 100 Seiten fand ich eigentlich ganz gut und das war auch das Beste an der gesamten Story.

Aber wie schon gesagt, alles zusammen passt nicht so richtig hintereinander und ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte einfach zu viele Ideen mit in den Topf werfen.

Das Buch hatte eine Menge Potential, aber ich finde vieles daran einfach blöd gedacht.

Die Geschichte, die Charaktere... alles voller Klischee!

Dieses Buch ist nichts besonderes in dem Genre, aber es war zum Glück nicht unglaublich schlecht, deswegen gibt es trotzdem noch 3 von 5 Punkten. Denn Komplexität ist ja wirklich gegeben! Und wenn man Mr. Grey mag, dann wird man Dominic auch mögen.

Es war nur einfach zu viel gewollt und wenig gekonnt.