Göttlich-Trilogie

Titel: Göttlich verdammt

Autor: Josephine Angelini

Verlag: Dressler

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

Klappentext:

Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket – und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen – indem sie sich ineinander verlieben …


Meine Meinung:

Der Schreibstil ist klasse, super locker und dennoch ausführlich, es lässt sich schnell lesen.

Helen lernt man am Anfang super kennen und einem wird auch sofort bewusst, dass sie anders und besonders ist. Aber durch ihre nicht aufgesetzt wirkende Schüchternheit und auch der Panik vor Aufmerksamkeit wirkt sie sympathisch und man hat das Gefühl, sie echt gut verstehen zu können.

Wie auch der Schreibstil luftig locker ist, so beginnt die Geschichte ebenfalls ohne eine tief gehendee Thematik - neue Familie auf der Insel, Oberflächlichkeiten hier und dort. Und dann geht es Helen schlecht und RUMMS, plötzlich träumt sie komisch und es wird spannend und interessant!

So steigt man wirklich gerne in die Geschichte ein!

Dann kommt Lucas dazu und die Lovestory und die restliche Handlung und die ganzen Nebencharaktere... haach alles super!

Endlich mal kein 0815 "ich bin Vampir/Alien/Engel" ... Neeeein, viel vieel besser!

Vergangenheit, Gegenwart, Familiengeschichten, Schicksal, Superkräfte ... huiui alles so toll. Aber nicht zu komplex, sondern sehr schön zum schnellen Verzehr geeignet.

Nach der Hälfte kommt dann auch (noch) ein Feind dazu, während Helen ab und zu von einer mysteriösen Frau angegriffen wird... Ich mag es ja, ein klares Feindbild zu haben, aber auch diese Überraschenden Angriffe waren super - bis dann immer gleich jemand zur Rettung kam!

 

Die Überraschungsmomente sind zwar immer toll, aber danach wird jedes Mal die Spannung wieder ruiniert, weil es zu schnell eine Lösung oder Rettung gibt.

Helen wirkt sehr komplex, sie handelt intuitiv und deswegen auch unüberlegt, aber sie wirkt dadurch nicht naiv oder nervig.

.... Natürlich gibt es in diesem Buch mal wieder gewisse Twilight-Parallelen, aber das alles ist so schön umgesetzt und der Geschichte angepasst, dass es mich in diesem Fall kaum stört. Es ist diesmal nämlich nicht die kennenlern-Geschichte und der altbekannte Bella&Edward-Abklatsch, sondern die Cullen&Delos-Familien, die sich tierisch ähneln. Cassandra=Alice, Hector=Emmet, Jason=Jasper, Esme=Noel.... und Helen wohnt allein bei ihrem Vater, der locker drauf ist ...Naja, die Charaktere funktionieren eben gut zusammen, natürlich übernehmen das viele Autoren.

Auch den fiese Plottwist kurz vorm Ende kennt man schon aus ein paar bekannten Romantasy-Trilogien, aber wie gesagt: Die Geschichte ist so toll, komplex und super umgesetzt, dass mich diese Dopplungen nicht stören

Ein wenig stört mich aber, dass ich mir "unsere Welt" nicht mit diesen Halbgöttern vorstellen kann. Ich denke da eher an eine andere Welt, in der sie leben, weil mir ein paar Details und so etwas eben fehlen. Es ist immer schade, wenn man ein Buch liest und merkt, dass es im Kopf nicht wahr werden will. Aber man muss bei fliegenden Halbgöttern wohl etwas das Realitäts-Radar ausschalten, sonst kommt man ja gar nicht mehr aus dem Meckern raus.

Fazit: Ich fand das erste Buch großartig und bin sehr begeistert von der gesamten Idee, der Geschichte, den Charakteren


Titel: Göttlich verloren

Autor: Josephine Angelini

Verlag: Dressler

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

Klappentext:

Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser  werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich! 


Meine Meinung:

Es gibt in diesem Buch etwas Drama wegen dem Plottwist, aber trotz der Ausgangssituation des ersten Teils fühlt man überhaupt keine Spannung.

Dafür sind Helens Unterwelt-Träume eine echt tolle Idee! Eine mega tolle Idee!

Nur leider ist die Unterwelt ein sehr karges Land, in dem wenig passiert und so bleibt das Buch eben auch eher flach mit wenig Action.

 Über Helen und ihren Charakter und die Wandlung erfährt man viel aber blöd ist, wie sie Lucas einfach glaubt, dass er sie hasst. Die Autorin gewährt dem Leser keine Einsicht in Helens Gefühlswelt, was ich wirklich sehr bedauere. Denn so ist man ihrem Charakter einfach nicht so nah, wie man es gerne wäre. 

Dafür war es klasse, wie Helen gelitten hat und wie es ihr immer schlechter ging. Aaaber das hätte ich such gerne noch deutlicher in ihren Handlungen gesehen - man marschiert doch nicht geradewegs unter vielem Leiden in den Tod, nur weil man eine Aufgabe hat. Helen ist ja kein Soldat sondern ein jugendliches Mädchen, das ruhig mal Angst und Panik zeigen könnte!

Das einzige, was man über ihr Innenleben erfährt, bezieht sich auf die Gefühle für Lucas - aber die Situation mit der sie zu kämpfen hat, scheint sie psychisch gar nicht zu berühren.

Ich fand es schön, wie die Sichtweise zwischen primär Helen und dann Zach und Daphne schwankt, das gab einen tollen überblick.

Außerdem ist es super, wie Orion als neuer Charakter dazukommt und wie man nach und nach mehr über ihn erfährt.

Und Morpheus... haaach ich fand ihn alles um ihn rum toll! Die Beschreibung der Zelte, einfach aaaalles. Er ist für mich der tollste Nebencharakter der ganzen Trilogie! Diese zwölf Seiten sind die besten!  Wegen solcher Einfälle liebe ich diese Trilogie.

Außer dem tollen Traumgott kommen noch ein paar wenige andere Götter vor, aber da muss ich ehrlich sagen, dass ich das in "Percy Jackson" cooler fand, da die Götter da so präsent und teilweise echt cool waren. Hier wirkte es irgendwie nicht so ganz greifbar.

Auch in diesem Buch hat mir die Grundidee mit den Furien wieder sehr gefallen, auch wenn sie eben fast langweilig umgesetzt wurde. 

Aber das Ende... das war krass.

Viiiel Action, mitreißend, unerwartet, tolle Ideen, spannend .... großartiges Ende.

Aber auch in diesem Teil merkt man, dass es nur ein Buch ist - aber ein lesenswertes. 


Titel: Göttlich verliebt

Autor: Josephine Angelini

Verlag: Dressler

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Klappentext:

Ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete für ihr bislang größtes Gefecht zu finden. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Doch Helen kann deren Vertrauen zurückgewinnen und den unsterblichen Zeus in letzter Minute bezwingen. Aber was wird aus Helens ganz persönlichem Kampf um ihre Liebe zu Lucas? Um zu verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der 12 unsterblichen Götter fällt, brauchen Helen, Lucas und Orion neue Verbündete. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Wie kann Helen deren Vertrauen zurückgewinnen? Womit lassen sich die Götter besiegen? Und was wird aus ihrem Kampf um die Liebe zu Lucas?


Meine Meinung:

Der dritte Teil behält das Niveau der Vorgänger und leider auch das Spannungsniveau des zweiten Teils.

Es passieren tolle Sachen, aber es wird nicht besonders spannend präsentiert. 
Dennoch gefällt mir dieses Finale ganz gut, wenn man zwei  Augen zudrückt. 

Zum einen hat es mich nämlich gestört, dass die Autorin ihre griechischen Mythen und Scions mit der Arthurssage vermischt hat.

Helen erfährt mehr über ihre Inkarnationen, was zwar das Fantasy-Herz höher schlagen lässt, aber gleichzeitig türmen sich dann auch viele Fragen auf:

Warum redet Helena von Troja davon, dass sie Blitze beherrschen kann - haben nicht erst die Nachkommen die Kräfte bekommen? Wie genau ist jetzt was mit Atlantis passiert? Warum haben so viele Männer Hectors Gesicht? Wieso gibt es überhaupt Gesichter doppelt? Warum heißt Hector jetzt Hector, wieso werden die Namen übernommen, wurden sie das schon immer? Wie haben die Halbgötter das eintausend Jahre lang geschafft, "nichts Richtiges" zu tun?

Ja... da bleibt ziemlich viel im Nebel.

Dafür wird aber das Grundprinzip der Geschichte schön weitergeführt und die Handlungsstränge werden eng mit den Nebencharakteren verknüpft. Die Entwicklung von Matt fand ich toll (aber zu kurz geraten mit fehlenden Erklärungen). Daphne ist so super gelungen, ihren Charakter fand suoer und hätte gerne mehr vin ihr gehabt! Die Nebenhandlung mit Andy war hingehen total unwichtig und Hectors Instant-Love... schlimm.

Und Helen... oh Helen. Wann hat sie denn plötzlich Gefühle für Orion entwickelt? Hat die überhaupt Gefühle?!

Psychisch und Gefühlstechnisch kommt von Helen einfach gar nichts rüber.

Man wird zwar darauf hingewiesen, dass sie eine Wandlung durchmacht, aber wie genau das so vor sich geht und was sie davon hält, versteht man nicht. 

Dafür ist die Entwicklung der Geschichte toll, ich bin nach wie vor von den Ideen fasziniert.

Allerdings hätte die Autorin ihre Ideen etwas gerechter verteilen können, denn Helen wird im dritten Band zur super-super-Superheldin und es nimmt einem die Spannung und das Vergnügen, wenn eine Person eh schon viel stärker als jede andere ist.

Es gab etwas zu viel Macht und zu viele Superkräfte.

dagegen wirkten die Götter höchstpersönlich schon wieder uninteressant. Es ist echt blöd, wenn solch wichtige Stellen so wenig ausgeschmückt und kurz abgehandelt werden.

Auch die große Überraschung am Ende habe ich schon seit dem zweiten Teil vorausgesehen.

Das war jetzt viel Kritik.

Aber wie schon bei den anderen Teilen überzeugen mich einfach die Ideen in dieser Geschichte!

Und das Ende ist natürlich wieder sehr fantastisch und super!

 

Falls man eine spannende Reihe lesen und dabei mehr über das Innenleben der Hauptperson erfahren möchte - nicht lesen.

wenn einen der Klappentext und die Thematik anspricht: Auf jeden Fall lesen!