Der Sommer, als ich schön wurde

Titel:

1. Der Sommer, als ich schön wurde

2. Ohne dich kein Sommer

3. Der Sommer, der nur uns gehörte

Autor: Jenny Han

Verlag: Penguin/ Dtv Reihe Hanser

Meine Bewertung: Band 1 & 2: 4 von 5 Punkte. Band 3: 2 von 5 Punkte

 

Der Sommer, als ich schön wurde

Klappentext:

Die Sommer in Susannahs Strandhaus waren schon immer die Highlights in Bellys Leben. Und Susannahs Söhne Jeremiah und Conrad sind vielleicht das Wichtigste an den Ferien. In diesem Sommer fühlt Belly sich endlich nicht mehr wie ein kleines Mädchen, sondern wie eine attraktive junge Frau. Und endlich interessieren sich auch die Jungs für sie. Nur Conrad, in den sie schon immer heimlich verliebt war, reagiert zurückhaltender als früher. Und auch der sonst so fröhliche Jeremiah wirkt bedrückt. Was steckt dahinter? Belly begreift, dass ihr Kindheitstraum von den gemeinsamen Strandhausferien in diesem Jahr endet. Und dass sie ihn erst loslassen muss, bevor sie bereit ist für etwas Neues.

 

Meine Meinung:

Dieses Buch ist toll!

Wenn ihr noch Teenies seid, dann ist es perfekt!

Es ist so schön geschrieben und man wird wieder in die Zeit zurückversetzt, wo man selber fünfzehn war und im Sommer mit den Eltern in den Urlaub gefahren ist und so richtig verknallt in jemanden war, ohne dass die Person jemals etwas davon wusste.

Diese Geschichte fängt die Atmosphäre so eines Sommers wunderbar ein und es ist einfach das perfekte Sommerbuch.

Die Kapitel wechseln oft zwischen der Gegenwart, als Belly elf war, und als sie vierzehn war.

Die Liebe zu den Brüdern steht überhaupt nicht im Vordergrund, sondern mehr die Freundschaft und die schöne Zeit die sie hatten. Wen also diese Dreiecksgeschichte abschreckt, den kann ich entwarnen: Es ist nicht halb so schlimm, wie man erwartet.

Durch die Zeitwechsel entsteht leider keine Spannung oder stringente Handlung, aber es ist trotzdem einfach schön zu lesen, wegen der Atmosphäre!

Zum Ende hin passiert es dann etwas schnell mit dem Streit und der Wahrheit, aber dennoch war es sehr nachvollziehbar für typische Teenagerhandlungen.

Ich ärgere mich echt tierisch darüber, damals immer an dem Buch vorbeigegangen zu sein, weil mich der Titel so abgeschreckt hat - "Der Sommer, in dem ich schön wurde" sorry, damit kann ich mich nicht identifizieren?

Aber mal abgesehen von den Titeln (und Klappentexten) kann ich die Geschichte wirklich empfehlen.
Etwas luftig leichtes, sommerliches für zwischendurch, am Strand, oder Zuhause im Bett während es regnet.


Ohne dich kein Sommer

Klappentext:

(BLOß NICHT DEN KLAPPENTEXT LESEN! DER SPOILERT DAS GANZE BUCH!)

Kaum hat die 16-jährige Belly das Herz ihres ewigen Schwarms Conrad erobert, fällt ein Schatten auf die junge Beziehung. Conrads Mutter Susannah stirbt. Der Schicksalsschlag trennt die Verliebten: Conrad zieht sich zurück, und Belly fühlt sich vernachlässigt; die Beziehung zerbricht. Conrad hat nicht nur mit dem Verlust seiner Mutter zu kämpfen, sein Vater will das geliebte Strandhaus tatsächlich verkaufen. Mit vereinten Kräften gelingt es, den Vater der Jungs zu überreden, das Haus nicht zu verkaufen. Und Belly ist mal wieder zwischen den Brüdern hin- und hergerissen, bis Jeremiah ihr schließlich seine Liebe offenbart. Ist das Band zwischen Conrad und Belly für immer zerrissen?

 

Meine Meinung:

Die schöne Strandhauszeit ist nun endgültig vorbei. Das Buch ist nicht mehr luftig leicht, sondern gefüllt mit Problemen - keinen konstruierten Dramen, denn der ganz normale Alltag ist doch schob schwer genug.

Die Perspektive wechselt ab und zu von Belly zu Jeremiah und seine Sicht zu lesen ist echt klasse.

Wieder keine Spannung oder schnelles Tempo oder eine richtige packende Handlung, aber dafür diese wunderbare Echtheit.

Belly ist ein Teenager und jede Handlung kann man genau nachvollziehen, sie ist noch jung und naiv, gleichzeitig aber auch weise und überlegt. Fie Naivität ist überhaupt nicht nervig, sondern einfach sehr ehrlich und auch lehrreich, bei jedem Streit dachte ich mir: Als Leser (ob jung oder alt) hat man das selbst schon erlebt und kann es deswegen wirklich nachvollziehen. Sei es jetzt Streit mit der besten Freundin, die einem vorwirft immer nur an sich zu denken oder Streit mit den Eltern ... keine schönen Situationen, aber sie alle kommen in diesem Buch vor, weil sie eben so echt sind, wenn/ bevor man erwachsen wird.

Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich Conrads Charakter überhaupt nicht verstehe. Vielleicht wäre es sinnvoll, nicht nur Kapitel aus Jeremiahs Sicht zu machen, sondern auch aus Conrads, da er Belly ja viel wichtiger ist.

Belly kann bei mir nicht wirklich Symapthepunkte sammeln, aber gleichzeitig denke ich mir: Wir alle waren mal jung und blöd, wieso sollte ich mir eine unrealistische Hauptperson wünschen?

Ich hätte mir hier und da etwas mehr Romantik und Beziehungskram gewünscht, aber gleichzeitig ist es insgesamt gesehen super, so wie es ist.


Der Sommer, der nur uns gehörte

Klappentext:

Immer schon gab es nur zwei Jungs, die Bellys Herz erobern konnten: Conrad und Jeremiah. In diesem Sommer muss Belly eine Entscheidung treffen und sich über ihre Gefühle endgültig klar werden. Seit zwei Jahren ist sie mit Jeremiah zusammen, als er ihr plötzlich einen Heiratsantrag macht. Belly stürzt sich überglücklich in die Hochzeitsvorbereitungen. Doch ihre Eltern halten die Hochzeit für völlig verfrüht, und nach einem Streit mit ihrer Mutter bricht Belly zu dem Ort auf, an dem sie so viele glückliche Sommer verbracht hat. Dort trifft sie Conrad, der ihr seine Liebe gesteht . . .


Meine Meinung:

Im dritten Teil ist nicht ein Jahr vergangen, sondern zwei.

Belly geht nun aufs College und wirkt auch erwachsener und verantwortungsbewusster.

Ich hätte mir am Anfang gerne mehr Reflektion gewünscht, was sie und das Erwachsenwerden betrifft. In den zwei Jahren sind doch bestimmt viele, viele wichtige Situationen passiert - warum enthält man die dem Leser vor?!

Nachdem ich also davon ausgegangen bin, dass der dritte Teil von einer erwachsenen Hauptperson handeln würde, ist mir leider sehr schnell bewusst geworden, dass Belly überhaupt nicht erwachsen geworden ist!

Ich konnte ihre wichtige Entscheidung - Hochzeit mit 19? Hallo? - zu Null Prozent nachvollziehen und hatte allgemein einfach gar keinen Draht mehr zu ihr. Wäre sie meine beste Freundin, würde ich so einer dämlichen, flachen, selbstbezogenen Person die Freundschaft kündigen.

Im dritten Teil wird die Dreiecksgeschichte "endlich" "ernst" und das ist einfach bescheuert und nervtötend und kein Mann hat so ein Mädchen verdient.

Belly ist ja mir nie besonders sympathisch gewesen, aber jetzt verwandelt sich Jeremiah auch noch in einen totalen Vollpfosten und Conrad... Wie gesagt, er hat in den ersten Bänden überhaupt gar keine Sympathiepunkte gesammelt.

Es hat mich so sehr aufgeregt, dass Jeremiah so blöd wird! Und vor allem, dass es kurz ein riesiges Drama am Anfang gibt, Belly  dann aber den Rest der Zeit keinen einzigen Gedanken mehr daran verschwendet! Das ist doch bescheuert? Gerade über so etwas denkt man doch quasi jeden Tag nach, das macht einen innerlich doch fertig! Aber nöö, davon merkt man nüx - hauptsache Hochzeit planen.

Und es ist einfach mega deprimierend, dass man die ganze Geschichte über gar keine schönen romantischen Momente genießen kann.

Das Ende ist so furchtbar und besteht nur aus konstruiertem Drama... Ich will jetzt das erste Buch noch mal lesen, das war schön!

Teil eins und zwei Top, Teil drei leider ein Flop.