Angelfall-Trilogie

Titel: Angelfall - Nacht ohne Morgen

Autor: Susan EE

Verlag: Heyne

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkte

Inhalt:

Die Engel sind auf die Erde gekommen, doch sie haben nicht Frieden und Freude, sondern Elend und Zerstörung mit sich gebracht: Weltweit liegen die Städte in Trümmern, und die Menschen trauen sich vor Angst kaum noch auf die Straße. Als eine Gruppe Engel die kleine Schwester der toughen und furchtlosen Penryn entführt, haben sie sich jedoch mit der Falschen angelegt. Penryn zieht los zum Hauptquartier der Engel, um ihre Schwester zu befreien. Aber dafür braucht sie Hilfe – und die kommt ausgerechnet von Raffe, einem flügellosen Engel ...

 

Meine Meinung:

Mein erster Gedanke war: Ein Buch über Engel! Das muss ich haben! (Denn ich mag Engel-Bücher wirklich sehr!)

Aber bei diesem hier gab es zwei Punkte, die mein Lesevergnügen ruinieren könnten: Ich-Erzählerin im Präsens und die Meinung des "The Guardian" hinten unter dem Klappentext: "Tribute von Panem-Fans werden Angelfall Lieben" (ich bin definitiv kein Panem-Fan...)

Aber zum Glück ist dieses Buch so klasse geschrieben, dass es mir sehr gut gefallen hat!

Nach den ersten zwei Seiten hat mich die Erste Person-Präsens-Erzählweise nicht mehr gestört.

Die dystopische Atmosphäre wird wunderbar eingefangen und alles ist wunderbar detailliert beschrieben.

Trotz dem harten Leben der Hauptperson mit der kleinen Schwester im Rollstuhl gibt es keinen Hauch Melodramatik. Auch ihre wahnsinnige Mutter wirkt nicht fehl am Platz, sondern sehr glaubwürdig erklärt. Die Hauptperson gefällt mir wirklich sehr gut, sie denkt rational und erwachsen, ohne diesen typisch-naiv-nervigen Klecks Pseudo-Mut-Leichtsinn, den es in solchen Romanen viel zu oft gibt.

Penryn ist ehrlich gesagt die erste Hauptperson in einem dystopischen Roman, die ich richtig klasse finde!!

Sie versucht stark zu sein, ist tough und dabei nicht unglaubwürdig talentiert. Sie kann sich verteidigen, denkt logisch, hat Schuldgefühle gegenüber anderen ... So einen tollen Charakter findet man selten!

Manchmal fand ich die Übersetzung nicht ganz flüssig lesbar, als Beispiel ein Satz von Seite 25: "Er trifft den Getigerten, der mit dem Nachtblauen im Arm flieht, am Bein." Es gibt ein paar dieser getrennten Sätze im Buch und jedes Mal bin ich drüber gestolpert.

Zur Handlung: Die Handlung ist fesselnd und genau richtig spannend oder temporeich, wie es passt. Die Suche nach Penryns Schwester geht nicht besonders zielführend voran und so entsteht eine sehr interessante Geschichte, mit dem Fokus auf dem Überleben, der Gesellschaft von einem Engel und einem Mädchen. Nach einiger Zeit kommen auch noch Monster/Dämonen dazu und sorgen für noch mehr Spanung!

Es gibt keine langweiligen Passagen und immer etwas Abwechslung. Teilweise gibt es ein paar grausame Stellen, deswegen ist dieser Roman wohl nichts für die Zartbeseiteten. Aber gerade so etwas darf ja nicht in einem apokalyptischen Roman fehlen! Und diese Plottwists am Ende! Wow!

Alles war interessant, toll beschrieben und ich würde jetzt sofort gerne den zweiten Teil lesen!


An dieser Stelle Danke an den Heyne-Verlag für das Rezensions-Exemplar!


Titel: Angelfall - Tage der Dunkelheit

Autor: Susan EE

Verlag: Heyne

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkte

Inhalt:

Kaum hat Penryn ihre kleine Schwester Paige aus dem Hauptquartier der Engel in San Francisco befreit, wird diese erneut entführt. Und so muss sich Penryn in den rauchenden Trümmern der Stadt erneut auf die Suche nach Paige machen. Dabei findet sie heraus, welch finstere Pläne die Engel wirklich verfolgen. Ihre letzte Hoffnung ist der gefallene Engel Raffe, der jedoch vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens steht: Soll er auf sein Herz hören und Penryn helfen, oder soll er versuchen, seine Flügel zurückzubekommen?


Meine Meinung:

Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich zuerst, dass man in diesem Teil mehr aus Raffes Sicht erlebt. Tut man aber leider nicht.

Allerdings ist Penryn wieder so großartig, dass das gar nicht stört! Wie schon im ersten Teil ist Penryn einfach klasse mit ihren überdachten Handlungen und dem rationalen Denken und auch wenn sie es nicht gerne hört, so ist sie doch eine echte Heldin!

Heutzutage ist man es ja gewohnt, dass 90% der weiblichen Hauptpersonen einem mit ihrem dummen Verhalten schnell auf die Nerven gehen, aber Penryn ist die Ausnahme, die mich einfach begeistert!

Auch ihre verrückte Mutter finde ich mittlerweile nicht mehr ganz so seltsam sondern eher auf eine morbide Art amüsant.

Die kleine Paige lernt man in diesem Teil auch viel besser kennen und gerade am Ende habe ich gemerkt, dass man zu ihr doch eine Art Bindung aufgebaut hat.

Es ist schon eine seltsame Famile - die Heldin, die Verrückte und das Monster - aber ich nehme es der Autorin vollkommen ab, da diese Charaktere einfach super lebendig wirken und auch allesamt nachvollziehbar handeln.

Einen wichtigen Charakter darf ich nicht vergessen - RAFFE!😍

Zwar verbringen Penryn und er nicht wie im ersten Teil die meiste Zeit zusammen, doch wenn sie aufeinander treffen, ist das doppelt so schön!

Zur restlichen Handlung:

Der zweite Teil steht dem ersten in nichts nach!

Spannung, Action, flüssig zu lesen, mitreißend, ein bisschen so wie ein Zombiefilm mit den ganzen Monstern, keine blöden Pausen, brutal und eklig, aber eine perfekte Dystopie! Die Apokalypse naht!

Man muss sich eventuell nur daran gewöhnen, dass es nicht um Engel und Dämonen, sondern um Engel und irgendwelche krassen abartigen Monster geht.

Ich hoffe, der dritte Teil lässt nicht zu lange auf sich warten!


Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!