Frigid

Titel: frigid
Autor:
Jennifer L. Armentrout
Verlag:
Piper
Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

Klappentext:

Schneebedeckte Skipisten, knisternde Romantik und heiße Spannung

Sydney und Kyler sind so unterschiedlich wie Feuer und Eis. Während Kyler eine Frau nach der anderen abschleppt, geht Sydney lieber mit einem guten Buch ins Bett. Trotzdem sind sie seit Kindertagen beste Freunde. Doch als sie bei einem Skiurlaub von einem Schneesturm überrascht werden und in einer abgelegenen Skihütte übernachten müssen, werden alte, stets verdrängte Gefühle neu entfacht. Kann ihre Freundschaft diese Nacht überstehen? Und viel wichtiger: Werden sie die Nacht überstehen? Denn während sich die beiden einander vorsichtig nähern, hat es jemand auf ihr Leben abgesehen …


Meine Meinung:

Der Klappentext klingt so toll!

Und dann sowas!

Hätte ich einen Kamin, hätte ich dieses Buch zum Heizen verwendet.

Juhu, wieder ein Buch, was sich nur um das Eine zu drehen scheint, da die männliche Zielperson solch ein Gott mit solch tollen Muskeln ist, dass keine Frau in seiner Nähe die Hose angehalten kann!

Wie wir Frauen solche Bücher doch lieben... oder nicht?
Also Sydney steht voll drauf, aber die besitzt auch Null Prozent Selbstachtung.

Die Charaktere sind nicht nur Gegenteile zueinander, sondern auch zu sich selbst der totale Widerspruch.

Sydney sagt, dass sie kein Interesse an Sex hat, denkt aber in Kylers Nähe nur an das Eine.

Kyler behauptet von sich, immer an Sydney zu denken und auf sie aufpassen zu wollen, dabei verletzt er sie andauernd.

Aber dem Leser wird zum Ende hin auch erklärt: Wenn ein Mann mit tausend Frauen außer dir in die Kiste geht, dann liegt das daran, dass er heimlich in dich verliebt ist!

Man lernt immer wieder was dazu.

Mehr muss ich wohl zu Kyler nicht hinzufügen. Er ist heiß, attraktiv, stark, muskulös... wie alle in solchen Büchern. Gähn.

Sydney ist aber auch nicht gerade die hellste Kerze auf dem Kuchen. So ziemlich auf alles, was sie von sich gibt, kann man verzichten und manchmal sagt und tut sie etwas, bei dem ich mir immer wieder nur an den Kopf fassen konnte.

Versteh einer, wieso man sich in die verlieben soll.

Und eine ihrer Entscheidungen hat ja allem die Krone aufgesetzt. (SPOILER Sie bittet die Liebe ihres Lebens darum, sie so durchzunehmen wie die ganzen anderen namenlosen Ladys vor ihr. WTF! Ich schreibe mal eben bekannte Lyrics um: What is love? Baby, just fuck me. ...Diese Stelle zu lesen war ungefähr so schlimm wie einer Schlägerei zuzusehen.)

Beide Charaktere verhalten sich nicht wie Mitte zwanzig, sondern eher wie frühreife Teenager.

Zur Geschichte: Der Klappentext stellt es so dar, als würden diese ganze Gefühle plötzlich in der Berghütte aufflammen und die beiden überraschen wie ein Hausbrand. Aber nein! Eigentlich lieben sie sich schon seit Ewigkeiten heimlich und denken auch ununterbrochen daran. (Ich bin hoffentlich nicht die einzige, die sich jetzt wundert, warum Kyler dann so ein kleiner Casanova ist. Warum man sowas nicht ohne komisches Drama und -HALLO?- Lebensgefahr klären kann.)

Also keine wirkliche Spur von Romantik, eher viel fehlende klärende Kommunikation, viele... Triebhandlungen... anstatt einer winterlichen Atmosphäre voller kuscheliger Liebe.

Die Story, die Charaktere... Alles unglaublich flach.  Aber ich habe mir dennoch - oder gerade deswegen - fast durchgehend halb tot gelacht, weil es so blöd war!

Dazu kamen sehr seltsame Formulierungen, die ich auf die Übersetzung schiebe, da kamen Wörter vor, die einfach NUll in den Zusammenhang passten und den Lesefluss sehr störten.

 

Fazit

Ich gebe diesem Buch drei Punkte, weil ich weiß, dass viele es mögen werden, als oberflächliche Lektüre für Zwischendurch. Zwei Punkte wären zu grausam, dafür hatte ich zu viel Spaß beim Lesen.

Ich muss an dieser Stelle noch einmal auf die Message eingehen, die dieses Buch verbeitet.  Ich will nicht wissen, was Jugendliche für eine Einstellung gegenüber manchen Themen annehmen und was für Fehler sie machen, wenn sie gewisse Gespräche und Szenen in diesem Buch ernst nehmen oder sich sogar ein Beispiel daran nehmen.

Bitte habt Selbstrespekt, Mädels.

 

Danke an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar :)