Rezension: Elesztrah

Titel: Elesztrah - Feuer und Eis

Autor: Fanny Bechert

Verlag: Sternensand Verlag

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. 

Klappentext:

Eine verbannte Jägerin auf der Suche nach ihrem Gefährten …

Ein Krieger aus den Reihen der königlichen Garde …

Eine Macht, die beide untrennbar miteinander verbindet …

 

Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹.Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten.

Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.

 

Meine Meinung:

Ein Highlight der Frankfurter Buchmesse war das Cover dieses Buches und die unglaublich nette Autorin!

Das Cover ist auch wikrlich ein Kaufgrund, aber ann der Inhalt da mithalten?
Ich bin bei diesem Buch sehr gespaltener Meinung.

Zum Einen war ich sehr begeistert von einigen Ideen - zahme Tiger, Elfen, Orks, Trolle, eine Heldin, die aus den Teenagerjahren raus ist...

und zum Anderen dann fehlende Erklärungen, eine daraus resultierend unübersichtliche Welt und eine Heldin, die... im Herzen jünger ist als mancher Teenie?
Aber ich muss sagen, dass ich mich sehr gefreut habe, endlich mal einen High-Fantasy-Roman zu lesen, der nicht in seitelangen Beschreibungen versinkt! Allerdings hat dann doch eine Menge gefehlt, die ich gerne gewusst hätte.

Erklärungen zur Flora&Fauna. Es reicht mir nicht, zu wissen wo die Menschen, Elfen, Orks und Trolle wohnen. Ich will wissen, wieso es da Tiger gibt. Wo die Tiger herkommen. Wieso sich manche Menschen in Tiere verwandeln können.

Wie lange dauert es, durch eins der "Gebiete" zu reiten?  Wie alt ist die Welt, gab es bereits Kriege?

Es gibt Lords und Prinzen... Sind alle "Gebiete" Königreiche? Gibt es Könige? Warum heisst der Böse: Flammender "Lord"?

Dazu dann noch eine Fürstin... Wie ist die Welt bzw die einzelnen Teile davon gesellschaftlich aufgebaut?

Hoffentlich kommen da im zweiten Teil noch ein paar Erklärungen, denn ich will unbednigt wieterlesen, da ich finde, dass die Geschichte noch genug Potential hat!

Der Klappentext verrät leider schon eine Menge (und stiftet Verwirrung).

Ich fand die Handlung komplex, aber nicht so kompliziert. Da nicht alles aufgelöst wird, bin ich weiterhin gespannt, was zB noch mit Fayori passiert!

Die Zeit im Dorf hat mir leider gar nicht gefallen, aber der Anfang und das Ende fand ich gut.

Also Kapitelweise gesprochen: 1-20 mag ich, 20-30 nicht so, aber 30-Ende wieder sehr.

Die Spannung hat in der Mitte einfach gefehlt und dann kamen alle Plottwists am Ende auf einmal und man konnte sich gar nicht richtig darüber freuen!

Und dazu dann diese Lovestory... ich fasse mal zusammen: Lysanna war mit Orano verheiratet, traf dann auf Mitzum und die Handlung beginnt, wenn Mitzum verschwunden ist und das Buch dreht sich darum, wie sie sich in Aerthas verliebt.

Puuh... ja, das muss man mögen und ich persönlich hätte das als Autor etwas anders aufgeteilt und nicht ganz so seltsam geschrieben, aber ich habe ja große Hoffnungen in den nächste Teil, denn da wird das bestimmt noch weiter aufgeklärt und am Ende sind alle Männer glücklich.

 

Für ein "Erstlings-Werk" bin ich wirklich positiv überrascht, denn da habe ich schon viel schlimmere Sachen gelesen.

Am stärksten muss ich die fehlenden Erklärungen und die sub-optimale Lovestory kritisieren. Dafür lässt sich der Schreibstil aber flüssig lesen und man kommt Dank der größeren Zeilenabstand auch schnell voran.

Kein Muss für Fantasy-Fans, aber durchaus mal einen Versuch wert.