Rezension: Dämonentochter

Titel: Dämonentochter - verbotener Kuss
Autor: Jennifer L. Armentrout

Verlag: cbt

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Punkte

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Rezensionsexemplar

Inhalt:

(Ich kannte den Klappentext vorher nicht und habe mich auf Empfehlung für das Buch entschieden. Jetzt merke ich gerade, dass dieser Klappentext extrem spoilert! Also vielleicht besser überspringen...)

Alex‘ Mutter wurde von Dämonen verwandelt und macht nun Jagd auf Menschen. Einzig Alex kann sie aufhalten. Doch sie ist noch keine voll ausgebildete Dämonenjägerin. Als Alex‘ Mutter einen Freund ihrer Tochter entführt, bleibt Alex keine Wahl. Sie zieht in einen Kampf auf Leben und Tod, und stellt sich allein ihrer größten Angst ...

Inhalt ohne Spoiler: Alex ist ein Halbblut und bekämpft Dämonen. Nachdem ihre Mutter den Dämonen zum Opfer gefallen ist, wird Alex vom Covenant aufgelesen und nach langer Diskussion kann sie ihre Ausblidung zur Wächterin wieder aufnehmen. Doch es gibt zwei Probleme: Ihr heißer Trainer Aiden und das, was vor ihr geheim gehalten wird...

 

Meine Meinung:

 Ich habe wieder viel Gutes gehört über diese Reihe und auch wenn mich Armentrout bis jetzt mit Obsidian und Dark Elements so überhaupt nicht überzeugen konnte, habe ich es noch einmal gewagt.

Der Anfang war ganz gut, alles wurde schön erklärt und man bekommt sofort Lust auf mehr. Dämonen, Kampf mit Dämonen, eine stark wirkende Hauptperson - super!

Dann ist Alex im Covenant und die Geschichte begibt sich mit einem Schlag auf - wie soll ich das nennen - Highschool-Niveau. Ja, genau, inklusive Superzicke und Superhottie. Aber zum Glück handelt dieses Buch kein bisschen vom Highschool-Alltag.

Natürlich darf man das Lieblingsthema von Teenagern nicht außer Acht lassen. Ich zitiere mal: "Als Kinder eines Haufens notgeiler Götter, die bei ihren Sexualpartnern alles andere als wählerisch waren, konnte uns, was Sex anging, nur noch wenig schockieren"

Okay. ...Ich habe von da an Schlimmes erwartet, aber es ist zum Glück nichts vom Befürchteten eingetroffen.

Zur Hauptperson Alex: Sie ist nicht nervig, auch nicht flach oder Klischee. Aber sie ist ungehorsam und leichtsinnig. Ihr wird von etwas abgeraten oder verboten - sie macht es, ohne darüber nachzudenken. Bin ich raus aus dem Alter oder ist es tatsächlich bescheuert und anstrengend - ich weiß es nicht... Aber sie war gut zu ertragen und hat mich nicht aufgeregt. Und seien wir mal nachsichtig, sie sieht ja selbst ein, wie blöd sie manchmal ist: "Ich hatte nur das Handeln und Kämpfen gelernt. Nicht das Denken."

Ihr Charakter durchgeht aber tatsächlich einen Wandel und am Ende hat sie mir besser gefallen als erwartet.

Ich bin also ganz zufrieden mit Alex... bis auf etwas, das mir in den Armentrout-Büchern jetzt schon öfter aufgefallen ist. Diese Verurteilung. Ich zitiere mal frei: "ich habe mich nicht bei den Jungs reingeschlichen, um mit einem rumzumachen - ich war vierzehn. Ich bin doch keine Schlampe!" SOWAS MACHT MICH AGGRESSIV. Die Autorin sollte mal ihre verurteilenden Ansichten für sich behalten oder eben den Charakteren nicht solche Worte in den Mund legen. Das macht sie nämlich mega unsympatisch.

(Wenn es jetzt ein Einzelfall wäre, würde ich mich nicht so aufregen, aber ich habe es bei der Armentrout eben schon oft gelesen, dass sie Mädels in Gruppen einteilt (Aussehen, Kleidung, Make-up) und diese dann fertig macht.)

Die Nebencharaktere sind leider ziemlich blass, Alex bester Freund ist total austauschbar und der Rest einfach nur unwichtig.

Die Lovestory ist zwar das Hauptthema, aber der Leser erhält auch mehr Hintergundwissen über die Halbgötter.

Diesmal ist es eine fast perfekte Mischung aus Fantasy und Liebe! Nur die Action kommt etwas kurz. Aber es gibt ja noch viele Teile, auf die ich mich - trotz der  Dreiecksbeziehung, die noch kommen wird - freue.

Ich würde es aber nicht noch einmal lesen, weil die Charaktere nicht so besonders ans Herz gewachsen sind und die Handlung ziemlich vorhersehbar war.

Der Schreibstil war in Ordnung, nicht besonders niveauvoll - aber schnell zu lesen. Allerdings stand gefühlt tausendmal im Text "Er/sie warf die Lippen auf" und ich wüsste gerne, was man sich darunter bitte vorstellen soll. "Bleib mir aus dem Gesicht" fand ich auch sehr schön übersetzt.

Ein Wortwitz mit Harry Potter kam überhaupt nicht rüber, da er falsch übersetzt wurde... anscheinend ist die Übersetzung also einfach seltsam.

In Kapitel 20 habe ich aber wieder daran gezweifelt, ob Armentrout schreiben kann... das Kapitel war so flach und emotionslos, obwohl es wohl das emotionalste Kapitel hätte sein sollen.

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!

 

Danke an den Cbt-Verlag für das Rezensionsexemplar! :)

 


Titel: Dämonentochter - verlockende Angst
Autor: Jennifer L. Armentrout

Verlag: cbt

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkte

 

 

 

 

 

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Klappentext:
Viel Zeit bleibt Alex nicht, um den Tod ihrer Mutter zu betrauern. Denn sie findet heraus, dass sie keine ganz normale Halbblütige ist, sondern gemeinsam mit einem Gott namens Seth eines Tages die Ordnung der Welt ändern kann. Nur ist Seth ein nerviger, und dabei doch attraktiver Zeitgenosse, der Alex‘ Gefühle ordentlich durcheinander bringt ...

 

Meine Meinung:

Ich hatte ja nach dem ersten Teil schon Hoffnung, dass der zweite Teil eine Steiferung wird... aber es stagniert leider alles.

Die Ereignisse im ersten Teil haben die Haupsperson kein bisschen verändert. Alex ist so wie im ersten, zickig und extrem untalentiert - im Buch sehr passend beschrieben als "impulsiv, unverantwortlich und ungezogen". Es geht einem ziemlich auf die Nerven, die gesamte Reihe aus der Sicht von so einer Person zu lesen, die immer aggressiv und anti ist und einfach nichts tolles macht!

Die Handlung ist wie auch im ersten Teil eher langweilig. Es wird wirklich nicht versucht, die einzelnen Ereignisse spannend zu gestalten und fesselnd zu verknüpfen. Tolle Orte, interessante Highlights - gibt es hier nicht.

Der Fokus soll anscheinend auf der Beziehung von Alex und Aiden und Alex und Seth liegen... aber dieses Thema ist in dem Genre schon so extrem ausgelutscht, dass ich es einfach nervig fand.

Ich bin zwar Team Seth... aber ich habe wirklich nichts gespürt bei den beiden! Es gibt zwar schon schöne Stellen, aber wenn es einen so kalt lässt... macht selbst die Lovestory keinen Spaß.

Für mich ist der zweite Teil einfach zu lahm für eine Fortsetzung und den eigentlich doch spannenden Grundgedanken, deswegen habe ich im Laufe des Buches sehr stark an Interesse verloren und wenig Lust auf den dritten Teil.

Für zwischendurch sind die Bücher nicht schlecht und verglichen mit der Qualität anderer Armentrout-Werke auf jeden Fall besser... aber definitiv kein must-read.

 

Danke an den Cbt-Verlag für das Rezensionsexemplar! :)