Das Mädchen mit dem Löwenherz

Titel: Das Mädchen mit dem Löwenherz

Autor: Jürgen Seidel

Verlag: Cbj

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

Klappentext:
Als die 13-jährige Anna das erst Mal ins Visier der Mächtigen gerät, weiß sie nichts von den Kämpfen, die die katholische Kirche und die Anhänger Martin Luthers zu jener Zeit miteinander ausfechten. Doch Anna ist ein hochbegabtes Waisenmädchen, das über ein absolutes Gedächtnis verfügt, was Geschriebenes angeht. Ein der Reformation zugeneigter katholischer Würdenträger erkennt ihre Begabung. Fortan setzt er sie als Junge verkleidet als Spionin in eigener Sache ein, die den Klerus belastende Dokumente unters Volk bringt. Doch es dauert nicht lange, bis die katholische Kirche ihr auf die Spur kommt und Anna sich inmitten von Intrigen und Verbrechen wiederfindet. Jetzt, so denkt sie, kann ihr nur noch einer helfen: Martin Luther!


Meine Meinung:

Der Klappentext ist ja mal sowas von irreführend!

Das Buch handelt von Anna, die Briefe an Luther schreibt und darin von ihren Problemen, ihrer Gabe und ihrer Kindheit erzählt.

Die Geschichte wird durch Briefe von einer Person erzählt.

Damit das jetzt klar ist. Es ist kein Abenteuerroman oder Thriller, wo man mitfiebern könnte.

 

Positive Aspekte:

Obwohl es nur Briefe sind, schafft es der Autor, alles ausführlich zu beschreiben.

Anna wirkt als Hauptperson sehr sympathisch und intelligent.

Ab und zu stellt Anna interessante Fragen, die den Leser zum Nachdenken bringen.

Der Leser bekommt einen guten Einblick in die damaligen Verhältnisse und man kann sich dank der unmodernen Sprache auch gut in diese Zeit hineinversetzen.

 

Negative Aspekte:

Spannung entwickelt sich kaum und ein Thriller ist dieses Buch nun wirklich überhaupt nicht.

Machtspiele, Gewalt, Grausamkeit... alles wird erwähnt, jedoch bleibt die Hauptperson davon äußerst unbeeindruckt.

Es wird einige Zeit im Kerker verbracht, einige Zeit wird das forografische Hedächtnis ausgenutzt... Nach der Hälfte verändert sie die Handlung und ich habe irgendwie einen roten Faden vermisst. 

Ausführlich erzählt und das ohne Spannung: Langeweile!

Ich hatte echt Mühe, bis zum Ende zu kommen.

 

Fazit: Definitiv kein Thriller, aber ein historischer Roman auch für jüngere Interessierte. Der Klappentext vermittelt allerdings ein falsches Bild.

 

Danke an den Cbj-Verlag für das Rezensionsexemplar!