Rezension: Lemon summer

Titel: Lemon Summer

Autor:  Kody Keplinger

Verlag: cbt

Meine Berwertung: 4 von  5 Punkten

 

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Rezensionsexemplar. 

Klappentext:

Seit ihre Eltern geschieden sind, verbringt Whitley die Sommerferien bei ihrem Dad. Doch was für sie sonst die beste Zeit des Jahres war, entpuppt sich diesmal als reinster Albtraum. Denn ihr Dad – Überraschung! – hat eine neue Verlobte. Und die hat einen Sohn. Der sich ausgerechnet als Whitleys One-Night-Stand entpuppt. Weil Gefühle aber so gar nicht ihr Ding sind, lenkt Whitley sich ab: Party bis zum Umfallen. Dabei übersieht sie fast die guten Dinge direkt vor ihrer Nase. Wie den Jungen, dem wirklich etwas an ihr liegt ...

 

Meine Meinung:

Ich muss gleich vorneweg sagen: der Titel und das Cover implizieren, dass dies ein leichter Sommerroman mit Wohlfühlgarantie ist. Stimmt aber nicht. Der Originaltitel lautet "A Midsummers Nightmare" und zeigt damit schon an, dass es keine sommerliche Geschichte zum Wohlfühlen ist.

Aber es ist definitiv eine Geschichte zum Fühlen. Wut, Verzweiflung, ...Liebe. 

Das Buch beginnt damit, dass die Hauptperson Whitley nach einer langen Nacht neben jemandem aufwacht, an den sie sich nicht mehr erinnert - und so schnell wie möglich verschwindet, obwohl sie ihn doch ganz süß findet.

Whitley hat mir als Charakter gut gefallen, weil sie dieses Klischee des trinkenden Jugendlichen perfekt darstellt. Sie sucht im Urlaub sofort nach Parties, heißen Typen und möglichst viel Alkohol - ohne dabei auch nur ein bisschen auf andere zu achten.

Am Anfang geht sie einem doch schon leicht auf die Nerven (einige Leser können sie bestimmt gar nicht ausstehen) mit diesem egoistischen Verhalten. Whitley ist kein sympathischer, fröhlicher Mensch und mit 18 wirkt sie doch noch sehr  in der Pubertät stecken geblieben.

Seit sie 14 Jahre alt ist, hat sie eine menge Parties besucht und einiges erlebt - allem voran die Scheidung ihrer Eltern und das Versagen ihrer Mutter.

Ihre Mutter ist das komplette Gegenteil eines Kontrollfreaks, da sie mit der Scheidung nicht klarkommt.

Jetzt ist Whitley den Sommer über bei ihrem geliebten Vater - bei dem plötzlich auch nichts mehr so läuft wie sie es sich wünscht!

Aber zum Glück gibt es Nathan - der mit Whitley am Anfang aber natürlich auch alles andere als zufrieden ist...

 

Ich habe das Buch verschlungen, weil mir Whitley mit ihrer Situation so leidtat, weil ich wirklich gut nachvollziehen konnte, wie sie mit allem umzugehen versucht (definitiv keine Leseempfehlung für Antialkoholiker!) und weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte endet.

Man erlebt mit Whitley Hochs und Tiefs, möchte sie manchmal schütteln und anschreien oder sie in die Arme nehmen.

Die Nebencharaktere sind mir teilweise sehr ans Herz gewachsen, vor allem Harrison!

In diesem Buch wird wirklich ein interessantes Umfeld für diese Hauptfigur erschaffen, die sich in diesem Sommer nicht (nur) mit der ersten Liebe sondern vor allem mit den belastenden Folgen einer Scheidung herumschlagen muss.

 

Ich würde diesem Buch 5/5 Punkte geben, da es wirklich genau meinen Geschmack getroffen hat, allerdings ziehe ich einen Punkt ab, weil Titel und Cover einfach total irreführend sind. Eine Tequila-Flasche auf dem Cover hätte gepasst - sogar zum Titel. Oder gleich "Tequila Sumer" nennen.

 

Danke an den cbt-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!