Sieben Minuten nach Mitternacht

Titel: Sieben Minuten nach Mitternacht

Autor:  Patrick Ness, Siobhan Dowd

Verlag: Der Hörverlag / Goldmann/ Cbj

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Klappentext:

Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diesmal begegnet er einem Wesen, das seine geheimsten Ängste zu kennen scheint, ein Wesen, das uralt ist und wild und weise. Und schon bald begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den Stunden der Not zur Seite steht. Denn er wird zerrissen von der einen Frage, die er nicht einmal zu denken wagt. Darf er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen? Oder muss er es sogar, um nicht selbst verloren zu sein?


Meine Meinung:

zum Hörpsiel: Die Stimme von Maria Furtwängler bringt dem Zuhörer die Emotionen der Geschichte sehr nahe. Sie spricht drängend, mal schnell und laut, mal langsam und leiser. Conors Stimme hat die Leserin sehr gut intoniert, sie passt hervorragend zu einem ängstlichen, unentschlossenen Jungen. Auch Eltern und Lehrer werden gut dargestellt. Aber die Stimme des Monsters gefällt mir nicht. So klingt vielleicht ein Nachbar, aber kein riesiges, grollendes Wesen, das als mächtig und angsteinflößend beschrieben wird! Hier hätte eine zweite, kraftvolle (männliche) Leserstimme wirklich besser gepasst.

Ich gebe der Lesung deswegen  3 von 5 Punkten.

 

zur Geschichte:

Ich war sehr gespannt darauf, was sich hinter diesem Titel alles verbirgt.

Monster, Albträume, Krankheit - worauf möchte diese Geschichte hinaus?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir etwas mehr erwartet habe, aber enttäuscht bin ich trotzdem nicht. Der Klappentext umreißt den Inhalt schon sehr gut.

Conor ist ein unauffälliger Junge mit einem schweren Schicksal: Er hat eine totkranke Mutter.

Zuhause erledigt Conor die Hausarbeit, er ist selbstständig und kümmert sich um den Müll, das Geschirr, die Ordnung. In der Schule ist er das Opfer von Sticheleien und Mobbing, aber ansonsten schenkt ihm niemand wirklich Beachtung (oder Hilfe).

Jede Nacht hat Conor einen Albtraum und dieser Albtraum ist für den Leser ein Geheimnis.

Nun erlebt der Leser, wie Conor von einem Monster, einem riesigen Baum, heimgesucht wird.
Dieses Monster erscheint Conor, um ihm drei Geschichten zu erzählen. Und das Geheimnis, dass der Leser erfahren will, soll die Geschichte sein, die Conor am Ende erzählen muss. Davor hat Conor sehr große Angst.

So ist die Handlung aufgebaut, unterbrochen von Besuchen der Großmutter, des Vaters, Stress in der Schule, Krankhenhaus etc.

Man begleitet Conor durch die schlimmste Zeit seines Lebens und hört dabei auch noch den Geschichten des Monsters zu, die nicht wirklich Lehrgeschichten sind, aber doch schon ein wenig philosophisch angehaucht wirken.

Ich konnte mich nicht wirklich gut mit Conor identifizieren, aber Gefühle in so einer Situation sind natürlich auch sehr schwer nachzuvollziehen.

Da die Geschichte durchgängig eher düster und traurig ist, haben mir leider kleinere Lichtblicke gefehlt, wie zum Beispiel eine neue Kontaktaufnahme zu seiner ehemaligen besten Freundin.

Aber so ist Connor einfach ganz alleine, mit dem Monster, welches ich aber entgegen dem Klappentext nicht als seinen "Freund" bezeichnen würde. Das Monster hat eher eine Therapeutenrolle. (Und ich meine diese unangenehmen Klischee-Buch-Therapeuten, die einfach nichts bringen.)

 Ich gebe der Geschichte 3,5 von 5 Punkten

 

Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar :)