Rezension: So blau wie das funkelnde Meer

Titel: So blau wie das funkelnde Meer

Autor: Kelly Rimmer

Verlag: blanvalet

Meine Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Rezensionsexemplar. 

 

Klappentext:
Vor einem Jahr traf ich die Liebe meines Lebens. Für zwei Menschen, die nicht an die Liebe auf den ersten Blick glauben, kamen wir dem Ganzen doch sehr nah. Lilah McDonald, umwerfend schön, eigensinnig, stur und in vielen Dingen einfach so wundervoll, dass es Worte nicht beschreiben können. Sie half mir, ins Leben zurückzufinden. Meine Lilah, die mir so viel gab und doch ein Geheimnis vor mir hatte, denn sie wusste, dass mir die Wahrheit das Herz brechen würde. Mein Name ist Callum Roberts, und das ist unsere Geschichte.

 

Meine Meinung:

Das Buch spielt in Sydney, Australien, aber viel mehr hat es nicht mit dem Meer zu tun. Auch wenn das Cover so aussieht, handelt es sich hier nicht um einen typischen Sommer-Urlaubsroman.

Unter dem Cover verbirgt sich eine "emotionale Geschichte", welche sich einfach vollkommen emotionslos liest!

Alles beginnt mit der ersten Begegnung der beiden Hauptpersonen. Lilah und Callums erstes Date. Beide Protagonisten sind Anfang 40, reden viel über ihren Job, die Kindheit, die Familie... und so geht es die gesamte Geschichte lang weiter.

Durch diese Informationen lernt man die Charaktere zwar besonders gut kennen, aber irgendwie spürt man nichts.

Lilah ist selbstbewusst und wird von Callum als klug und witzig beschrieben. Sie setzt sich für die Dinge ein, die ihr wichtig sind.

Leser, die Veganer und Umweltschützer nicht verstehen, werden die hartnäckige, aufbrausende Lilah wohl nicht besonders sympathisch finden.

Lilah ist schon eine etwas anstrengende Persönlichkeit, doch da der Leser sie vor alle durch Callums Augen kennenlernt, wird sie von Anfang an viel besser dargestellt, als sie vielleicht ist.

Callum hat keine wirkliche Besonderheit außer seiner plötzlichen Verliebtheit zu dieser besonderen Frau. Er wohnt schon lange in seinem halb renovierten Apartment und hat seinen Arbeitsalltag. Durch Lailah beginnt er langsam, sein Leben ein wenig in Frage zu stellen und mit seinem Privatleben voranzukommen.

Da in jedem Kapitel aus der Sicht des anderen erzählt wird (Callum erzählt, Lilah schreibt Tagebuch), erfährt man viel über beide.

Das Buch besteht, wie bereits erwähnt, vor allem aus den intelligenten (aber trotzdem nervigen) Dialogen. Es wird über vegane Ernährung geredet, Umweltschutz, Beziehungen, Beziehung der Eltern, das Leben im großen Ganzen... und das immer wieder.

So viel Gerede habe ich glaube ich NOCH NIE in einem Buch zu lesen bekommen!!!

Dadurch entsteht keine Leidenschaft! Keine Gefühle!

Nach 100 Seiten ist die Geschichte immer noch nicht wirklich in Gang gekommen und man ahnt, dass auch auf den nächsten 100 Seiten nicht viel passieren wird, mit dem man nicht rechnet.

Die beiden unternehmen zwar immer mal wieder etwas, aber vor allem reden sie. und reden. und reden....

Wenn man schon öfter solche "emotionalen Geschichten" gelesen hat, dann kann man ehrlich gesagt bereits am Klappentext erkennen, wie dieses Buch ausgehen wird.

Und leider war selbst das (nicht überraschende) Ende für mich überhaupt nicht emotional!

 

Eine große, nicht originelle Enttäuschung.

Ich vergebe 2 Punkte für eine umweltbewusste Hauptperson (go vegan!) und einen halben Punkt für die schlauen Gespräche.

Das macht 2,5/5.

 

Vielen Dank an den blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar