Kieselsommer

Titel: Kieselsommer

Autor: Anika Beer

Verlag: cbj

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

Klappentext:
Der erste Urlaub ohne Eltern! Tilda und ihre beste Freundin Ella können es kaum erwarten. Zwei Wochen gehört ihnen das Ferienhaus von Tildas Tante im Spreewald ganz allein. Mit Terrasse und eigenem Boot. Das wird der beste Sommer ihres Lebens! Doch dann fängt Ella ein Glühwürmchen und wünscht sich die große Liebe – und am nächsten Tag taucht Mats auf. Mats, der irgendwie ganz besonders ist. Ella glaubt an das Schicksal und dass Mats und sie füreinander bestimmt sind. Doch Tilda traut Mats nicht über den Weg und fühlt sich mehr und mehr wie das fünfte Rad am Wagen. Aber muss man seiner besten Freundin nicht alles Glück der Welt gönnen?

 

Meine Meinung:

Ich beginne mal mit dem Cover, welches ich wirklich schrecklich gestaltet finde. Die beiden Personen sind so nachlässig in das Wasser eingefügt, die Schatten stimmen nicht, es ist einfach eine Beleidigung für jeden, der etwas mit Photoshop umgehen kan. Und die Schrift ist auch seltsam fransig... das Cover sagt nicht nur zu wenig über die Geschichte aus, es ist auch noch schlecht gestaltet.

Das musste ich mal rauslassen.

Als nächstes ist mir aufgefallen, dass die Schrift reltaiv groß ist, was zusammen mit der Seitenanzahl auf ein kurzes Lesevergnügen schließen lässt.

Nun zu den Charakteren.

Ella trägt gerne Sommerkleider, sie wurde damals von Tilda "gerettet", aus der Schüchternheit gezogen.

Tilda trägt Skaterkleidung, wirkt neben Ella wohl sehr burschikos und nimmt auch deren Glauben an das Schicksal nicht sehr ernst.

Aber letzteres wird Tilda in diesem Sommer leider zum Verhängnis.

Mehr möchte ich nicht zum Inhalt verraten, der Klappentext fasst das gesamte Buch eigentlich schon gut zusammen.

Meine Kritik ist folgende:

Ich hätte die beiden Mädchen niemals auf 15 geschätzt, denn sie benehmen sich wie 12-Jährige. Gerade in der heutigen Zeit haben Mädchen mit 15 wohl ganz andere Interessen als Ella und Tilda, welche beide irgendwie unfreif, aber nicht pubertär wirken. Die Charaktere sind nicht besonders tief umrissen, allgemein ist die Story sehr flach gehalten.

Die ganze Liebesgeschichte ging mir persönlich zu schnell, aber vielleicht gefällt es der Zielgruppe so.

Den Schreibstil fand ich sehr schön, die Atmosphäre des Spreewalds wurde wunderbar eingefangen. Wie die Geschichte erzählt wurde, fand ich klasse, aber das ändert leider nichts daran, dass sie mich leider nicht mitreißen konte.

Die Frage, mit der der Klapentext endet, hat mich besonders angesprochen und ich wollte wissen, wie sie beantwortet wird, worum sich die Handlung dreht. Leider war ich von der Antwort etwas enttäuscht.

Das Buch ist wirklich nicht lang, an einem Nachmittag kann man es locker durchlesen - es hätte ruhig länger sein können.

Ein Sommerroman für jüngere Leser zwischen 12-15.