Amrita

Titel: Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Autor: Aditi Khorana

Verlag: Dressler

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

Klappentext:

Dein Schicksal ist ein Buch, das du selbst schreibst! Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt Amrita die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die »Bibliothek aller Dinge« zu finden, um das Schicksal der Welt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?
Opulent, außergewöhnlich atmosphärisch, erzählt in ungemein detailreicher, bildhafter Sprache: AMRITA ist literarische Fantasy mit starken, unabhängigen und klugen Heldinnen.


Meine Meinung:

 

Ich freue mich ja immer besonders, wenn man sich nach dem Lesen des Buchs den Klappentext anschaut und feststellt, dass mal wieder viel mehr draufsteht, als drin war.

Moment, ich muss das genauer erklären:

1. Die Inhaltsangabe verrät schon die gesamte Geschichte!!

2. "Opulent, außergewöhnlich, atmosphärisch + starke, unabhängige, kluge Heldinnen" sucht man in diesem Buch vergebens.

 

 

Nur weil alle behaupten, die Hauptperson sei "tapfer, kämferisch und klug", muss das noch lange nicht zutreffen.

Ich meine, Hallo?! Das gute Mädchen hat ihren Palast quasi noch nie verlassen, war immer von Dienern umgeben... ist klar, was ich meine? WIE soll eine verwöhnte, umsorgte Prinzessin bitteschön stark und unabhängig sein? Und klug wirkt sie leider einfach nicht.

Amrita ist als Protagonistin in Ordnung, aber definitiv nicht oberer Durchschnitt.

Zur Handlung brauche ich ja nichts mehr sagen, da sie auf dem Klappentext schon verraten wird und offensichtlich ziemlich einfach gestrickt ist.

Der Leser bekommt hier ein einfaches Abenteuer mit einfacher Sprache, blassen Nebenfiguren, wenig Tiefgang und Hintergrund, simplen Dialogen, vorhersehbaren Wendungen.........

Ein durchschnittliches Buch, dass sich an einem Stück lesen lässt, wenn man es denn will.

Die Liebesgeschichte passiert zu schnell, und ist nicht greifbar. Diese plötzliche Liebe und Verlangen zu ihrem Kindheitsfreund, direkt am Anfang der Geschichte... konnte mich nicht begeistern.

Die Dialoge sind etwas zu modern für das Jahrhundert, in dem ich glaube, dass es stattfindet - in welcher Zeit spielt es überhaupt? Wie genau sieht die Kultur aus? Erfährt der Leser nicht. Amrita beschwert sich sogar einmal, dass sie draußen einen Schleier tragen muss und gibt zu, dass sie keine Ahnung hat, wofür ein Tempel da ist... also scheint das Thema Religion wohl einfach rausgestrichen worden zu sein.

 

Die Autorin will mit dieser Geschichte eine Nachricht verbreiten, der Leser soll eine Moral daraus ziehen - so steht es im Nachwort. ....Okay.Jetzt kann ich es ja gar nicht mehr so stark kritisieren, wenn die gute Frau im Nachwort so eine tolle Parallele zur aktuellen Zeit herstellt. Wie fies.

Also hier mein Fazit nach dem Nachwort:

Mit der Message und der Intention ist die Geschichte okay, aber ich habe trotzdem schon weitaus bessere Bücher mit dieser Message gelesen!

 

Lesern ab 12 mit wenigen Erwartungen, sollte dieses Buch gefallen. Deswegen gebe ich  3 Punkte... ich gehöre wohl einfach nicht mehr zur Zielgruppe und habe zu hohe Ansprüche.