Rezension: Der letzte Film des Abraham Tenenbaum

Titel: Der letzte Film des Abraham Tenenbaum

Autor: Christoph Marzi

Verlag: Arena

Meine Bewertung: 3.5 von 5 Punkten

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. 

Klappentext:

Tom weiß nicht, was das für ein Mädchen ist, das an einer Kreuzung mitten in Brooklyn plötzlich hinter ihm auf seinen Roller springt und ihn bittet, einen Fremden zu verfolgen: Zoe Tenenbaum wird seit einigen Tagen von einem Unbekannten bedroht. Er verlangt eine Filmrolle aus dem Nachlass ihres Großvaters, der vor kurzem gestorben ist und ein kleines Programmkino besaß. Welche Bilder muss dieser Film enthalten, dass er für den Fremden eine solche Bedeutung hat?

 

Meine Meinung: 

Der Klappentext fasst die Handlung ja schon so zusammen, dass ich nichts mehr hinzuzufügen habe.

Auch in diesem Buch von Christoph Marzi haben mir die Protagonisten sehr gefallen.

Zu Zoe habe ich mal ein Zitat rausgesucht: "Ein Mädchen, bunt wie der Herbst selbst, kam auf mich zugelaufen."

Bunt, fröhlich, selbstständig, liebenswert, attraktiv.

Dazu Tom: Ein durchschnittlicher Teenager, der aus Gründen, die ich nicht verraten werde, jetzt allein in New York lebt und Geld verdient, um studieren zu können.

Diese beiden treffen nun aufeinander und werden in ein kleines Abenteuer verwickelt.

New York als Setting und die herbstliche Jahreszeit sorgen für eine sehr schöne Atmosphäre.

Auch die Filmparallelen und Informationen zu Schauspielern und Klassikern, passen sehr gut zum Rest der Handlung. 

Der Aufbau der Geschichte hat mir gefallen, ich fand es schön, wie beide zusammen am Anfang nach Hinweisen zu dem Unbekannten suchen. 

Alles in allem ist dieses Buch eine Art Detektivgeschichte, die darauf hinausführt, dass am Ende etwas unerwartetes aufgedeckt wird.

Es ist nicht soo spannend geschrieben, sondern einfach in Ordnung und eben für eine Weile unterhaltend.

Als Must-Read würde ich das Buch nicht bezeichnen und wäre ich kein Marzi-Fan, hätte ich es wohl auch nicht gelesen.

Die Charaktere sind natürlich liebenswert, aber leider habe ich in beiden Protagonisten nichts neues finden können, das mich überrascht hätte. Die Liebesgeschichte hat zudem nicht genug Raum bekommen. 

 

Aber allgemein mag ich Marzis Bücher wirklich sehr, gerade bei "Heaven" und diesem hier mag es wohl daran liegen, dass der männliche Erzähler einem Mädchen begegnet, welches dann die Führung der Geschichte übernimmt. Liest man selten; mag ich!