Rezension: Familie Grace, der Tod und ich

Titel: Familie Grace, der Tod und ich

Autor:  Laure Eve

Verlag: S. Fischer Verlage

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

 

 

 

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Klappentext: (ENTHÄLT SPOILER. lieber überspringen)

Ein berauschender Mystery-Roman mit einem dunklen Sog, dem man sich kaum entziehen kann – Laure Eve erzählt die Geschichte einer gefährlichen Faszination, verhängnisvoller Liebe und von eiskaltem Tod

»Ich bin bereit, alles zu tun, um eine von ihnen zu werden.«

Alle sind fasziniert von der Familie Grace. Die Geschwister Fenrin, Thalia und Summer sind die geheimen Stars der Schule. Sie sind wunderschön und unnahbar – und manche glauben sogar, sie beherrschten dunkle Magie. Auch die Außenseiterin River fühlt sich unwiderstehlich zu ihnen hingezogen: Sie kann ihr Glück kaum fassen, als Summer sich mit ihr anfreundet, und sie in den inneren Kreis der Graces aufgenommen wird. Aber nichts in dieser Familie ist so, wie es scheint, und als einer von ihnen tot am Strand gefunden wird, beginnt ein Ringen dunkler Kräfte …


Meine Meinung: 

Der Klappentext verrät leider schon ziemlich viel, das finde ich etwas schade.

Ich fasse es noch einmal selbst zusammen: 

Ein Mädchen kommt neu an die Schule, ist fasziniert von der seltsamen Familie in der neuen Stadt, über die es viele Gerüchte und Vorurteile gibt. Die Graces sollen Hexen sein und die Hauptperson findet das ziemlich cool und will dazu gehören. Gleichzeitig beobachtet sie das ganze aber auch eher kühl von außen, bis sie mitten mit drin steckt.

Eigentlich freundet sie sich nur mit ihnen an, weil sie in den gut aussehenden Fenrin verliebt ist (für den sie einen Liebeszauber wirkt.) Gleichzeitig erwartet die Hauptperson aber auch, durch ihre neuen Beziehungen hexen lernen zu können, da sie mysteriöse Pläne verfolgt...

...Und dann geht quasi alles den Bach runter und der Leser wird ein wenig verstört zurück gelassen. 

 Zu den Charakteren: Summer fand ich cool, allgemein werden die Geschwister alle sehr interessant beschrieben. Summer als punkig, Thalia als Hippie und Fenrin habe ich mir wie Legolas oder einen Targaryen vorgestellt.

Zu Beginn des Buchs hatte ich die drei wie in dieser Twilight-Szene vor Augen, wo alle Cullens die Cafeteria betreten - denn auch die Graces sind ebenso mystisch. 

Die Protagonistin ist ebenfalls sehr interessant, aber auch etwas gewöhnungsbedürftig. Sie hat eine Vergangenheit, die dem Leser erst später aufgedeckt wird. Auch ihr Name kommt erst spät ins Spiel (es ist aus ihrer Sicht erzählt) und zwar, als sie sich selbst den Namen"River" gibt.

River hat eine seltsame Distanz zu allem - zum Einen will sie sich mit Summer anfreunden und zum Anderen ist es fast so, als würde sie sie nur ausspionieren oder mit ihr Zeit verbringen, um mehr Zeit mit dem Bruder verbringen zu können. In anderen Momenten ist sie aber überglücklich, dass sie mit Summer nun eine enge Freundschaft verbindet. 

Der Satz auf S. 98 passt ganz gut, um das zu beschreiben: "Ich wusste, wenn ich das alles von außen betrachten würde, dann würde ich nichts lieber wollen als hier dazuzugehören".

Wer denkt denn so. Wirkt schon seltsam, oder?

Im Laufe der Geschichte muss man als Leser feststellen, dass es noch um einiges seltsamer wird.

 

Aber ihr müsst wohl selber erfahren, was alles passiert ;)

Fazit:

Eine klare Meinung zu fassen, fällt mir sehr schwer, da die Protagonistin dies ja auch nicht schafft. Einiges fand ich gut, anderes hat mir nicht gefallen. Da es noch einen zweiten Teil geben wird, der meine Meinung festigen wird, bliebe ich mal bei schwammigen 3 Punkten und hoffe in der Fortsetzung auf eine klarere Linie.