Rezension: Hallo Leben, hörst du mich?

Titel: Hallo Leben, hörst du mich?
Autor: Jack Cheng

Verlag: cbt

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar

Klappentext:

Was würdest du tun, wenn du allein mit deiner Mom lebst, die manchmal ihre “ruhigen Tage” hat, und du planst, deinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das menschliche Leben auf der Erde zu erklären?

Ganz einfach: Der 11-jährige Alex wagt gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan die große Reise quer durchs Land zu einer Convention von Raketen-Nerds. Dabei lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern erfährt auch eine Menge über Freundschaft, Familie, Liebe und all die anderen Dinge, die das Leben als Mensch so lustig, traurig, wunderschön und überraschend machen. Und zum Schluss ist Alex´ Welt um viele kostbare Freundschaften und sogar eine Schwester reicher.


Meine Meinung: 

Mal wieder so ein Klappentext, der einem einfach alles so gnadenlos spoilert, dass man das Buch eigentlich gar nicht mehr lesen braucht. 

Aber er hat in mir auch Erwartungen geweckt, weswegen ich die Geschichte dann doch lesen wollte. 

Hauptperson Alex will für die Aliens alle Geräusche aufnehmen, die er kennt und sie auch Audiotagebuchmäßig auf seiner Reise mitnehmen. Nach einem Geräusch sucht er aber sehr lange: das Geräusch, was liebende Menschen machen (eehm ja. Der Kleine denkt sich dabei bestimmt nichts böses...).

So wird die Geschichte ununterbrochen von Alex direkt erzählt, der mit seinen Zuhörern Spricht und ihnen alles erzählt, was er so interessant findet. 

Alex ist ein sympathischer Junge, der aber auch einfach extrem naiv ist. 

Er wirkt für fast 12 einfach zu unschuldig.  Bei ein Kind mit einem toten Vater und einer psychisch kranken Mutter erwartet man doch schon etwas mehr erwachsenes Denken, für das der Ernst des Lebens nun mal sorgt. Dann begegnet der Junge auf seiner Reise auch ausschließlich netten Menschen, die ihm nichts Böses wollen - mir ist das alles nicht plausibel, aber über heile Welten soll man sich ja nicht beschweren.

Da es sich bei diesem Buch um ein Audiotagebuch handelt, sind Dialoge anderer Personen so schriftlich dargestellt: 

Mensch: das was er sagt

Anderer Mensch: das was er sagt

...Und diesen Schreibstil finde ich recht anstrengend.

Die Geschichte hat sich außerdem etwas in die Länge gezogen, wodurch mir persönlich ihr Charme abhanden gekommen ist.

 

Deswegen nur 3 von 5 Punkten, die Idee und die Charaktere haben mir gefallen, die Umsetzung hat sich leider zu sehr gezogen