Rezension: Über den wilden Fluss

Titel: Über den wilden Fluss

Autor: Philip Pullman

Verlag: Carlsen

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar

Klappentext:

Der 11-jährige Malcolm lebt mit seinen Eltern und seinem Dæmon Asta in Oxford und geht in dem Kloster auf der anderen Seite der Themse aus und ein. Als die Nonnen ein Baby aufnehmen, von dem keiner wissen darf, ist es mit der Ruhe in dem alten Gemäuer vorbei. Auch Malcolm schließt das kleine Wesen, das in großer Gefahr zu sein scheint, sofort in sein Herz und setzt alles daran, es zu schützen. Es heißt: Lyra Belacqua.

 

Meine Meinung:

Als ich gesehen habe, dass der Autor vom Goldenen Kompass eine Vorgeschichte geschrieben hat, konnte ich es kaum erwarten, das Buch in den Händen zu halten!

Die Geschichte lässt sich wunderbar flüssig lesen, wie gewohnt ist die Sprache ein wenig anspruchsvoll.

Man lernt Malcolm kennen, der in der Nähe des bekannten Jordan Colleges am Fluss wohnt und als elfjähriger Sohn von Gastwirten bereits viel im Betrieb hilft. Außerdem besucht er oft die Nonnen im Kloster auf der anderen Seite des Flusses und fährt mit seinem Kanu "La belle sauvage" auf dem Fluss herum.

Er erfährt nach und nach von einem Baby, das vor verschiedenen Personen beschützt werden muss.

Dazu kommt die Entdeckung von Staub und auch die Kirche spielt (wieder) eine wichtige grausame Rolle.

Lyras Herkunft wird so unspektakulär gespoilert, dass ich zu diesem Zeitpunkt sagen muss: Zuerst die "Der Goldene Kompass"-Trilogie lesen, denn das muss man anders erfahren! 

Aber auch in anderen Punkten ist das Vorwissen zu Staub und Kirche vielleicht ganz praktisch, um im Nachhinein einen besseren Überblick zu erhalten.

Ich finde es super, dass es wieder eine männliche Hauptperson gibt, der auf eine Wissenschaftlerin trifft - wie im magischen Messer.

Malcolm begibt sich mit einem Mädchen ins Abenteuer, was bei mir manchmal für Lyra & Will Deja-vus gesorgt hat. 

Die Handlung ist toll aufgebaut, die Charaktere habe ich sehr ins Herz geschlossen.

Im Nachhinein frage ich mich zwar, ob es notwendig war, die Reise derartig in die Länge zu ziehen... aber das muss wohl jeder Leser selbst wissen. Auf jeden Fall fand ich nichts an diesem Buch langweilig. Es werden sogar neben den Hexen neue übernatürliche Wesen vorgestellt! 

Ich muss einfach noch einmal meiner Begeisterung Platz machen: ALETHIOMETER! STAUB! ABENTEUR! LORD ASRIEL! LYRAAA!!! 

Ich liebe es.

Große Empfehlung für jeden, der die Trilogie mochte. Weniger große Empfehlung für jemanden, der in die Geschichte einsteigen will. Als Jugendbuch würde ich es nicht unbedingt jüngeren Lesern empfehlen, da es wie gesagt schon etwas anspruchsvolle Themen behandelt, wie die Kirche, Wissenschaften, Philosophie... da steht ja nicht gerade jeder drauf. 

Das Buch hat ein angeschlossenes Ende, aber dann kommt das "Fortsetzung folgt", was mich ganz aufgeregt macht!

 

Fazit: Es ist großartig, wieder in Lyras Welt einzutauchen, dort kleine Reisen zu unternehmen, die philosophischen Ansätze zu verstehen und einfach mal an den unbekannten Anfang einer bekannten Geschichte zurückzukehren!