Rezension: Dreamkeeper

Titel: Dreamkeeper - Akademie der Träume

Autor: Joyce Winter

Verlag: Oetinger

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

Klappentext:

Wer schützt uns, wenn wir träumen?

Mitten im Schuljahr wird Allegra an die Akademie der Dream Intelligence berufen, um wie ihre verstorbenen Eltern Traumagentin zu werden. Diese Spezialisten schützen die Träume der Menschen, damit ihre Seelen im Schlaf keinen Schaden nehmen und dünne Membran, die unsere Träume von der realen Welt trennt, keine Risse bekommt. Doch kaum an der Akademie angekommen, begreift Allegra, dass die Agenten selbst in größter Gefahr schweben und es einen Verräter in den eigenen Reihen geben muss. Als dann Allegras eigene Schwester in der Traumzeit verschwindet, beginnt ein Kampf um Leben und Tod.


Meine Meinung: 

Ich weiß nicht, woran genau ich das festmachen kann, aber der Erzählstil ist einfach nicht so meins.

Ich habe es nicht geschafft, vollständig in die Geschichte einzutauchen und mich mitreißen zu lassen.

Vielleicht lag das auch an der Handlung und den Charakteren selbst.

Allegra ist einfach so austauschbar - und handelt so unüberlegt. Sie erfährt, dass einige entführt wurden und dass sie, die Unerfahrene, die Aufgabe hat, diese Leute zu retten... läuft natürlich geradewegs in den gefährlichen Traum?!

Die Handlung ist wie in jedem x-beliebigen Buch aufgebaut:

Mädchen hat Schicksal, Mädchen wird zu einem Ort beordert, wo sie ausgebildet werden soll, Mädchen lernt neue Freunde und Feinde kennen, Mädchen hat besondere Kräfte und macht besonders dumme Dinge.

Träume finde ich eigentlich sehr faszinierend, nur hat mich deren Konzept in diesem Buch nicht vollständig überzeugt.

Träume als Blasen? Träume im Wachzustand begehbar? Träume mit Membranen umgeben, die man aber durchbrechen kann, Träume die Menschen tagelang gefangen halten?

Das war mir alles zu abstrakt.

Apropos abstrakt: Diese sogenannte Lovestory hat sich null aufgebaut und hat mich einfach nur überrascht?!

Die Autorin hat sich schon Mühe gegeben, das Internat, den Unterricht und die Informationen zu den Träumen detailreich zu beschreiben... nur konnte ich mit diesen Informationen nicht viel anfangen .... es gibt bessere Internatsgeschichten, wo auch die Nebencharaktere nicht austauschbar und beliebig sind. 

Ich hatte so viel mehr erwartet. Auf dem Klappentext wird Nervenkitzel, Spannung und Emotionen angepriesen, jedoch habe ich nichts davon zwischen den Seiten finden können. Außerdem verrät der Klappentext ziemlich viel vom Inhalt.

Auf dem Rücken steht "ab 14" und ich kann nicht ausmachen, weshalb - bei Büchern, die ausdrücklich erst ab 14 empfohlen werden, erwarte ich mehr Komplexität, Emotionen und evtl. auch mehr Brutalität - dieses Buch war mir einfach zu seicht, zu lahm und teilweise zu abstrakt.

Ich würde es eher ab 12/13 empfehlen, da hätte es mir glaube ich ganz gut gefallen können. 

(Ach ja, dies ist kein Einzelband, es werden noch weitere Bücher rund um die Traumakademie folgen)

 

Fazit: Vielleicht einfach zu einem falschen Zeitpunkt gelesen.