Rezension: One of us is lying

Titel: One of us lying

Autor: Karen McManus

Verlag: cbj

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

 

 

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Rezensionsexemplar

Klappentext:

An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv...

 

Meine Meinung: 

Der Inhalt der Geschichte klingt auf den ersten Blick recht überschaubar und fast schon bekannt - solche Szenarien wurden doch schon hundert Mal in Büchern beschrieben. So bin ich ohne große Erwartungen gestartet und hatte auch schon schnell eine Theorie, die am Ende fast richtig war - und trotzdem fand ich die Geschichte unterhaltend und habe sie gerne gelesen!

Die Charaktere sind alle sympathisch. Große Ecken und Kanten findet man hier nicht, selbst der Drogendealer hat ein gutes Herz und benimmt sich überhaupt nicht wie ein Badboy. Die Klischees werden gar nicht ausgenutzt, wie man vermutet - ehrlich gesagt hätte ich mir das fast schon gewünscht. Denn dadurch wären die Entwicklungen der Charaktere noch größer gewesen. Diese Entwicklung der Individuen zu dem "Mörder-Club", wie sie sich ironischerweise selbst bezeichnen, ist deutlich gezeigt, denn ein gemeinsames Schicksal schweißt natürlich irgendwie zusammen.

Die wechselnden Perspektiven (1. Person jedes Charakters) finde ich okay, besser hätte mir allerdings ein allwissender Erzähler gefallen - um ehrlich zu sein kann man an keinen Anhaltspunkten außer dem genannten Umfeld erkennen, wer gerade spricht/erzählt. Das ist etwas schade.

Natürlich wird nicht auf eine Lovestory verzichtet, wenn sie sich anbietet - finde ich auch in Ordnung.

Richtig mitreißend finde ich die Handlung nicht, da hätte man noch mehr Kurven und mehr Nervenkitzel einbauen können ...irgendwann wollte ich nur noch bis zum Ende blättern. Aber die letzten 100 Seiten waren wieder interessant gemacht und auch die Schlussfolgerung ganz cool!

Die Aussage der Geschichte gefällt mir sehr.

 

Fazit: Erwartungen erfüllt, aber nicht übertroffen.

 

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar! :)