Rezension: Fire & Frost - vom Eis berührt

Titel: Fire & Frost - vom Eis berührt

Autor: Elly Blake

Verlag: Ravensburger

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

Klappentext:

Ruby lebt in ständiger Gefahr, denn sie besitzt die Gabe, mit Feuer zu heilen und zu zerstören. Und Firebloods wie sie werden von der Frostblood-Elite des Königreichs gnadenlos gejagt. Als die königlichen Soldaten Ruby aufspüren, wird sie ausgerechnet von dem jungen Frostblood-Krieger Arcus gerettet. Kälte und Eis sind seine Waffen, doch er braucht Rubys Feuer, um eine Rebellion gegen den verhassten König anzuzetteln. Ruby weiß, dass sie einem Frostblood nicht vertrauen sollte, doch jede Berührung zwischen ihnen knistert wie eine Flamme im Schneesturm. Sie ahnt nicht, welch dunkles Geheimnis sich hinter seiner eisigen Fassade verbirgt …


Meine Meinung: 

Ich hatte keine allzu großen Erwartungen, habe mich aber auf ein mitreißendes Young-Adult Buch mit Fantasy gefreut.

Ich beginne mal mit dem Positiven: Das Buch lässt sich schnell und einfach lesen, man bleibt nicht hängen oder verliert sich in ausschweifenden Beschreibungen.

Wenn man kein Vielleser ist oder nur einen geringeren Fantasy-Anteil mag, ist man mit diesem Buch auch gut beraten.

So, nun zu den Dingen, die mir nicht gefallen haben:

Man findet in diesem Buch nichts Neues - es ist wie eine Mischung aus vielen Young- Adelt-Büchern, die zurzeit bekannt sind - es sticht durch nichts hervor und alles ist einfach beliebig austauschbar.

Ruby, die Hauptperson, hat eine Gabe, weiß aber nicht, wie sie die benutzen soll. Sie muss fliehen, irrt herum, hat kein Ziel. Wird von Leuten gerettet und ausgebildet, macht zwar nicht immer das, was von ihr verlangt wird, aber eigene Ziele hat sie überhaupt nicht. Und natürlich verliebt sie sich in diesen einen, abweisenden und geheimnisvollen - ach, so unglaublich mysteriösen! - Typen.

Sie ist so flach, langweilig und austauschbar und selbst ihre Feuer-Gabe hat mich nicht beeindrucken können. 

Die Lovestory ist knapp gehalten, extrem konstruiert und einfach nur ... egal. Sie war mir so egal. Weil mir die Charaktere so gleichgültig waren. 

Die Handlung ist ebenso flach und bereits in vielen anderen Bücher leicht abgewandelt geschehen (z.B. Die rote Königin). Es baut sich keine Spannung auf. Der Leser wird nicht gefesselt und muss sich fast schon überwinden, bis zum Ende zu blättern. In der zweiten Hälfte des Buches gibt es zwar etwas Action, aber was bringen einem Kämpfe, wenn einem die Charaktere so gleichgültig sind?

Auf den letzten 60 Seiten gibt's mehr Spannung... aber nichts, was mich vollkommen überzeugen konnte.

Dann dieses gesamte Drumherum: Eine Welt, die in zwei verfeindete Gruppen geteilt ist - gutes, altbewährtes Konzept!

Aber so lasch ausgeführt. Damit kann man doch wirklich mehr anfangen ... wieso lassen viele Young-Adult-Autoren ihre Welten immer so schwarz und weiß? Hier gibt es mal wieder nur die mächtigen Bösen und die gute Minderheit - WoW. Beeindruckend. Nicht.

Aber da gibt es durchaus Ansätze und es bleibt noch Luft nach oben, die vielleicht in den nächsten zwei Teilen noch ausgeschöpft wird.

Das hoffe ich wirklich, denn dieses Setting ist bis jetzt vollkommen austauschbar.

Diese Welt ist so flach und blass - ich glaube, Ruby ist nur an 3 wirklich wichtigen Orten: Bei sich zuhause in einem kleinen Dorf, nach der Rettung aus dem Kerker (wo auch immer der ist) in der Abtei, danach dann beim Feind. Und keinen dieser Orte kann ich mir dank fehlender Beschreibungen bildlich vorstellen! Überall liegt Eis und Schnee. Aber Narnia ist es nicht. 

 

Fazit: Für weniger Belesene eventuell genau richtig. Aber nichts für belesene Young-Adult-Fans. Wenn man Feuer und Eis zusammen bringt, bekommt man halt nur Tauwasser bei raus. Ich habe überhaupt keine Lust, die Fortsetzung zu lesen.