Rezension: Deep Blue Eternity

Titel: Deep Blue Eternity

Autor: Natasha Boyd

Verlag: LYX
Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

 

 

 

Werbung fürs Lesen. 

Klappentext:

Livvy ist geflüchtet - vor ihrer Familie, ihrer Vergangenheit, ihren Albträumen. Auf Daufuskie Island, einer kleinen Insel im Südosten der USA, will sie endlich die Ruhe finden, nach der sie sich seit dem Tod ihrer Schwester vor sechs Jahren so verzweifelt sehnt. Doch als sie das alte Cottage ihrer Großmutter betritt, steht unerwartet ein junger Mann vor ihr, der alles andere als begeistert scheint, das Livvy auf der Insel aufgetaucht ist. Denn Tom ist - wie Livvy auch - auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Und die hat ihn jetzt eingeholt...


Meine Meinung: 

Der Schreibstil hat mich von Anfang an gefesselt und die Perspektive aus Sicht der Hauptperson hat mir gut gefallen. Olivia, Livvy genannt, ist noch jung und muss noch einige Fehler begehen. Sie ist von zuhause abgehauen und hofft, dass ihre Eltern sie nicht finden - mit im Gepäck eine Menge Tabletten, die ihr nicht gehören und in ihrem Kopf die Panikattacken, die sie heimsuchen.

Sie will zu dem Haus ihrer verstorbenen Großmutter flüchten und ist mehr als überrascht, dass dort schon jemand zu wohnen scheint.

Tommy ist groß, sein Gesicht ist unter einem Bart versteckt und er ist nicht froh über Livvys Anwesenheit - war er doch damals in ihre Schwester Abby verliebt, welche vor Jahren gestorben ist.

Die beiden lernen, nicht nur mit sich selbst klarzukommen, sondern auch miteinander.

Livvy ist in Toms Worten "jung und durcheinander, defensiv und wachsam. Gebrochen. Einsam". Sie wirkt fertig mit dem Leben und hat viel erlebt, das man niemals erleben sollte. Tom bezeichnet sie auch gerne mal als "kindische Gothic Tussi". Sie ist definitiv fehlgeleitet und manchmal will man sie schütteln und anschreien und ganz fest umarmen.

Ihre ...Vergangenheit ist schon schwer zu verdauen. Puh.

Aber umso schöner ist es zu erfahren, wie das Cottage und damit auch Tommy zu ihrem sicheren Ort werden.

Tommy ist ebenso einsam, zurückgezogen und in sich gekehrt wie Livvy. Er wird von Schuld verfolgt, die nicht ihn trifft. Seit Jahren vermisst er Abby und wird durch Olivias Anwesenheit nun wieder an sie und seine Schuld erinnert. Gerade deswegen hat er hat großes Mitleid und Pflichtgefühl gegenüber Livvy und versucht sie vor ihren Dummheiten zu beschützen, geht ihr aber auch aus dem Weg. Allgemein schaffen es die beiden, sich wirklich viel aus dem Weg zu gehen. Tommy ist ein paar Jahre älter als Livvy und benimmt sich oft wie ihr Vater, auch wenn er das nicht will.

Beide Charaktere stecken auf jeden Fall voller Emotionen, wenn sie aufeinander treffen. Und zum Glück hören sie irgendwann auf, sich voneinander fern zu halten.

Meine persönlichen Highlights: Spinne Bert und Katze Fuckhead. Manchmal muss man einfach lachen, wenn man sich gerade erst die Tränen weggewischt hat. 

 

Fazit: Ein berührendes, emotionales Buch mit Problemen, die sich nicht einfach so auflösen.

Dieses Buch bleibt mir definitiv im Gedächtnis!