Rezension: Iron Flowers

Titel: Iron Flowers

Autor: Tracy Banghart

Verlag: Fischer Sauerländer

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

 

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar

 

Klappentext:

Sie haben keine Rechte.

Sie mussten ihre Träume aufgeben.

Doch sie kämpfen eisern für Freiheit 

und Liebe.

Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden, und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.

 

 

Meine Meinung:  

In diesem Buch lernt man zwei Schwestern kennen, die beide in eine Venedig nicht unähnliche Stadt reisen, um dabei zu sein, wenn der Prinz seine neue Grace auswählt.

 

Nomi: die Träumerin, die Selbstbestimmte und ungehorsame. Die, die Bücher liebt und gegen alle Regeln lesen gelernt hat. Die, die Graces verabscheut.

Serina: die gehorsame, ausgebildete ältere Schwester, die weiß, wie wichtig die Auswahl für ihre Familie ist und wie sehr sie ihnen damit helfen kann, das zu tun, was von ihr verlangt wird.

Beide Mädchen sind gut zu verstehen und keine wirkt auf mich unsympathisch oder in "gut und böse" einteilbar. Jede hat ihre Stärken und Schwächen und beiden kann man einiges zutrauen. Durch die Umstände müssen beide eine harte Entwicklung durchmachen, die der Leser im Laufe der Handlung deutlich miterlebt.

Der Prinz ist nicht so ganz mein Fall, ich hab mich einfach nicht in ihn verguckt und konnte keine Anziehung zu ihm oder seiner Position fühlen - das trifft aber zum Glück jeden Leser anders. Die restlichen Personen sind mir nicht so gut im Gedächtnis geblieben. Es werden schon Verbindungen zu den Nebencharakteren geknüpft, aber ich bin nur ein Fan von den Schwestern geworden. 

Die Hauptcharaktere sind also top... nur das ganze Drumherum hat mir nicht so gut gefallen, da es zu viele Dinge gab, die nicht geklärt wurden.

Die Welt/ das Land wirkt alt, aber auch mordern. Rückständig, aber nicht alt genug. Es gibt einige scharfe Gegensätze, die ich schwer zusammemfügen konnte, vor allem hat mich aber der Italienisch-Englisch Zusammenschmiss gestört. Die Italienischen Namen, die von Englischen Begriffen/Bezeichnungen abgelöst werden, die viel zu mordern und fehl am Platz wirken. Ist es mun Italien oder nicht? Ist es alt oder mordern?

 Dazu kommt noch die kleine Feinheit, dass der Prinzregent als "Eminenz" angesprochen wird, was einfach unpassend ist. Ob es sich um einen Übersetzungsfehler oder Unwissen der Autorin handelt, kann ich nicht sagen. Mit der Kirche hat in dieser italienischen Welt niemand etwas zu tun.

Es gibt arm und reich, Gewalt, Willkür und Verrat. Aber mehr erfährt man nicht wirklich, außer noch ein paar Fetzen aus der vergangenen Zeit. 

Die Handlung ist im Ganzen betrachtet auch wirklich nichts neues, dafür überzeugen aber die Charaktere.

Leider hat die Story in der Mitte ein paar Längen, wo mir die Action gefehlt hat. Dafür gibt es sehr viel Brutalität, wenn die Personen nicht gerade mit Pläneschmieden beschäftigt sind - es bleibt noch Luft nach oben!

Das Ende bleibt schön offen und spannend, ich hoffe, der nächste Teil lässt nicht so lange auf sich warten.

 

Fazit: Ich freue mich auf Teil zwei und erwarte, dass die beiden Protagonistinnen so stark und verschieden bleiben, wie sie sind und die Handlung mit viel Action voranbringen!