Rezension: Stravaganza, Stadt der Masken

Titel: Stravaganza - Stadt der Masken

Autor: Mary Hoffman

Verlag: Arena

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

 

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar

Klappentext:

Lucien ist ein Stravaganti – er kann durch Raum und Zeit reisen. Eines Tages landet er in Bellezza, einer wunderschönen, schillernden Wasserstadt im 16. Jahrhundert. Doch der Schein trügt: In den engen und verworrenen Gassen der Stadt treiben politische Spione und Auftragsmörder ihr Unwesen. Schneller, als ihm lieb ist, wird Lucien in diese Intrigen verwickelt – und selbst zur Zielscheibe der Verschwörer.


Meine Meinung: 

Vor einigen Jahren hat mir eine Freundin mal dieses Buch ausgeliehen. Ich glaube, ich habe es nicht einmal bis zur Hälfte gelesen, dann lange im Regal liegen gehabt und schließlich viel später mal daran gedacht, es der Freundin wieder zurück zu geben.

Trotzdem habe ich mich sehr darüber gefreut, dass der Verlag den ersten Teil der Reihe nun noch einmal aufgelegt hat  - denn ich war mir sicher, dass ich die Geschichte jetzt lieben werde!

Sie ist tragisch, aber nicht zu tiefgründig, sie ist mitreißend, aber nicht zu spannend - ich weiß, das Buch ist nicht für jeden etwas. Aber gleichzeitig kann ich weitergeben: Die Reihe wird noch besser!

Aber erst einmal zum ersten Teil: 

Lucien, die junge Hauptperson, leidet an Krebs (damals war mir die Geschichte wohl einfach zu ernst) und bekommt von seinem Vater ein besonderes Notizbuch geschenkt. Dadurch wacht er morgens nicht wieder in seinem Bett in England auf, sondern verbringt die Nächte nach dem Einschlafen in einer ganz anderen Welt!

Lucien kann mithilfe des Notizbuches nach Bellazza reisen - eine Stadt, die Venedig sehr ähnelt.

Dort ist geschätzt gerade das 16. Jahrhundert und es regiert eine Herrscherin, die schon bald ein Auge auf den jungen Lucien werfen wird.

Ich finde die Handlung mit ihren Verstrickungen und Intrigen, die dennoch so klar verständlich und übersichtlich aufgelöst werden, großartig. Auch, dass der Fantasyanteil wirklich sehr gering bleibt und die leicht historische Note mehr hervorkommt gefällt mir gut.

Trotz einer gewissen Distanz lernt man die Charaktere kennen und fiebert ab und an doch sehr mit.

Gerade Luciens tragisches Schicksal mit seiner Krankheit geht einem nahe. 

Durchgehend spannend ist das Buch nicht und es geschieht auch etwas Handlung nur rund um die erwachsenen Personen, was nicht jeden Leser begeistert ... aber es ist eine kurze, schnelle und faszinierende Geschichte, der man unbedingt eine Chance geben sollte!