Rezension: Mieses Karma

Titel: Mieses Karma

Autor: David Safier

Verlag: rowohlt

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Als Hörbuch gehört. 

Klappentext:

Wiedergeburt gefällig?

Nichts hat sich Moderatorin Kim Lange mehr gewünscht als den deutschen Fernsehpreis. Nun hält sie ihn triumphierend in den Händen. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer russischen Raumstation erschlagen wird.

Im Jenseits erfährt Kim, dass sie in ihrem Leben sehr viel mieses Karma gesammelt hat. Die Rechnung folgt prompt. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, mit sechs Beinen, Fühlern und einem wirklich dicken Po: Sie ist eine Ameise! Aber Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Was tun? Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärts geht!


Meine Meinung: 

Interessanter Ansatz, gute Ideen, interessante Charaktere und originelle Familienkonstellationen, die alle zusammen  zwar abstrakt aber nicht realitätsfern wirken.

Ich hatte leider nie das Gefühl, Hauptperson Kim sympathisch zu finden - was man ja irgendwann im Laufe der Geschichte tun sollte, da sich der Charakter ja entwickelt.

Von der selbstbezogenen, karrieregeilen Moderatorin zu einer Frau, die ihren Sinn des Lebens gefunden hat. 

Aber für mich war sie auch kurz vorm Ende noch zu biestig!

Auch Casanovas gesamte Anwesenheit hat mich nicht ganz überzeugt - dieser Frauenheld, der seit Jahrhunderten als Ameise verweilt und nun durch Kim dazu gebracht wird, sein Karma aufzubessern... ist zwar witzig, aber auch irgendwie zu unbegründet in die Handlung gesetzt. 

Wahrscheinlich soll die Geschichte rund sein, hat mir aber dafür manchmal zu große Bögen gezogen.

Auch, dass hier irgendwann mal wirklich "gutes Karma" gesammelt wurde, würde ich so nicht sehen. Ins Nirvana würde ich die Tante mit ihrer Leistung definitiv nicht gehen lassen. 

 

Fazit: Zur Unterhaltung ganz nett, aber irgendwie werde ich mit dem Autor nie vollkommen klar kommen, da ich nicht ganz verstehe, was er dem Leser mitteilen möchte.