Rezension: Fallende Stadt (Internment-Trilogie)

Titel: Fallende Stadt

Autor: Lauren DeStefano

Verlag: Cbt

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Rezensionsexemplar

 Klappentext:

Morgan Stockhour lebt gemeinsam mit ihrer Familie, ihrer besten Freundin Pen und ihrem Verlobten Basil auf der schwebenden Stadt Internment. Noch nie hat sie die streng geschützten Grenzen ihrer Heimat überschritten. Doch dann geschieht ein Mord, der erste seit einer Generation. Auf einmal stellt Morgan die Regeln von Internment infrage - und ist völlig unvorbereitet auf das, was sie erwartet …


Meine Meinung: 

Internment ist eine Stadt im Himmel, eine kleine eigene Welt mit modernen Dingen und altmodischen Gesetzen und Verboten.

Ein König, Himmelsgötter, arrangierte Verlobungen und Warteschlangen bei Kinderwunsch.

Kontrolle und Ordnung - dadurch sollen sich die Bewohner der schwebenden Stadt sicher fühlen. Aber dann erschüttert ein Mord die Gesellschaft und vieles wird in Frage gestellt.

Die Hauptperson Morgan tat das sowieso schon seit einer Weile, denn ihr großer Bruder gehört zu denen, die an den Rand getreten sind. Der Rand der Stadt ist für die Bewohner verboten - wer sich ihm nähert oder gar versucht zu springen, wird mit dem Tod oder einer Behinderung bestraft. In den Familien der Springer ist danach nichts mehr so wie vorher.

Morgan ist eine nachdenkliche Person, die viel über die Stadt und ihre Eigenheiten grübelt und das ist bei ihren Freunden in der Schule und ihrer behütenden Familie nicht gern gesehen. Ihre selbstreflektierte Art ist sehr verständlich beschrieben, sodass der Leser nachvollziehen kann, wie sich ein Bewohner dieser isolierten kleinen Welt fühlen muss.

Morgan wünscht sich Sicherheit und Normalität, sie will ihren Verlobten besser kennen lernen und nicht in Gefahr geraten ... bis sich die unerwarteten Ereignisse häufen und sie anfängt Entscheidungen zu treffen, die nicht nur ihre eigene Sicherheit riskieren.

Das dystopische Konzept und der Aufbau der Geschichte haben mir sehr gut gefallen.

Der Leser wird zum Nachdenken angeregt, wenn die Charaktere anfangen ihre Gesellschaft infrage zu stellen und überlegen, ob das Leben unten auf der Erde wohl besser oder schlechter ist und was genau ein gutes Leben ausmacht. Es gibt in diesem Buch durchaus Begriffe zum Grübeln, "Der Rand" und "Der Himmel" zum Beispiel lassen sich sehr gut auf andere Dinge übertragen - wenn man es denn so tiefgründig lesen will.

Die Freundschaft, die erste Liebe, das Abwägen zwischen Gut und Böse, die Erkenntnis, das man mit seinen eigenen tollkühnen Gedanken anders ist als die anderen und doch nicht allein... die Autorin hat einige tolle Aspekte aufgegriffen und umgesetzt!

 

Fazit: Mir hat der erste Teil sehr gut gefallen und ich bin gespannt, was in den weiteren Teilen noch alles passieren mag!