Rezension: Love Curse - Lieben verboten

Titel: Love Curse - Lieben verboten

Autor: Rebecca Sky

Verlag: Heyne fliegt

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Rezensionsexemplar

Klappentext:
Stell dir vor, du kannst jeden Jungen, jeden Mann mit nur einem Kuss dazu bringen, sich Hals über Kopf in dich zu verlieben. Von der ersten Berührung an wird er alles für dich tun. Alles. Nur ein Traum? O nein, verborgen vor der Welt existiert seit Jahrhunderten eine Gruppe mächtiger Mädchen und Frauen, die als Nachfahrinnen des Liebesgottes Eros genau diese Gabe besitzen. Und sie nutzen, um die Geschicke der Menschen zu lenken. Eine von ihnen ist die 16-jährige Rachel. Gemeinsam mit ihrer schönen und skrupellosen Freundin Marissa bereitet sie sich auf das Leben als Eros-Nachfolgerin vor. Doch dann trifft sie Ben und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Sie würde ihn so gerne küssen – aber dann wäre er ihr verfallen und könnte sie nicht mehr aus freiem Willen lieben. Als ein uralter Feind von Eros auftaucht und Marissa ausgerechnet Ben zu ihrem nächsten Opfer erwählt, muss Rachel eine schreckliche Entscheidung treffen ...


Meine Meinung: 

In diesem Buch lernt man die Liebesgöttin Rachel kennen, die auf einer besonderen Schule ausgebildet wird und dort nur eine Ausbildungspartnerin/Freundin haben darf, die in ihrem Fall leider eine attraktive und egoistische Person ist. Marissa wird aus Sicht von Rachel nicht sehr sympathisch beschrieben und ich habe mich oft gefragt, warum sie sie überhaupt als beste Freundin bezeichnet

Die Hauptperson findet sich weniger hübsch und auch sonst hat sie über sich selbst nicht viel zu sagen, was ich schade finde, da sie so auch wenig Eigenschaften hatte, die man sympathisch finden konnte. Eins lernt man schnell über sie: ihre Gabe sieht sie eher als Fluch und sie möchte auf keinen Fall einen Jungen verwandeln, damit er nach ihrer Pfeife tanzt - denn dafür gäbe es ja Hunde.  (Und die Verwandelten verhalten sich wirklich ziemlich wie Hunde, was irgendwie schon witzig zu lesen ist)

Marissa ging mir sehr schnell auf die Nerven, als hübsches Blondchen mit dummen Ideen und selbstgerechtem Charakter konnte sie einfach nicht viel hergeben. Da sie ihre Gabe so gerne einsetzt, geraten alle zusammen in Chaos und Gefahr.

Sie müssen aus der Stadt fliehen - süßer Typ mit dabei. 

Anstatt Angst vor den willensraubenden Mädchen zu haben, lässt Ben sich von Marissa beflirten und schenkt Rachel Aufmerksamkeit und Komplimente - was die arme Rachel natürlich nie zuvor bekommen hat.

Man kann wirklich schwer nachvollziehen, weshalb Ben nicht schreiend das Weite sucht - nachdem sein Geist wieder klar ist und er erfährt, dass die Frauen seinen Willen rauben können und dies bereits getan haben ... da  bleibt man doch nicht aus Neugier an deren Seite?! Und man fängt auch nicht an, Rachel Interesse zu zeigen (etwas, das ihr zuvor natürlich noch nie passiert ist)... aber hey, irgendwie muss doch wahre Liebe passieren in diesem Buch, nicht wahr?

Ben ist aber tatsächlich wirklich süß. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich ihn mit 13 ganz toll gefunden hätte in diesem Buch. Er ist sensibel, aufmerksam und freundlich - der beste Charakter der Geschichte. 

Natürlich kommt noch ein zweiter Typ mit dazu, dessen Charakter ähnlich flach und eingebildet wie Marissas ist.

Je länger ich gelesen habe und je mehr passiert, desto weniger hat es mir gefallen.

Dabei ist es gut, dass es sich hier mal um keine krasse Insta-Love-Story handelt und auch, dass die Autorin auf eine Dreiecksgeschichte verzichtet hat.

Nur die Nebencharaktere waren mir zu Klischee und Rachel nicht badass genug, um mich zu überzeugen. 

Und dann stellte ich auf der letzten Seite fest, dass es sich um keinen Einzelband handelt ...Cliffhanger!

Den nächsten Teil werde ich aber nicht lesen. 

Außerdem stört es mich bei diesem Buch mal wieder besonders, dass der originale Titel nicht übernommen, dafür aber ein anderer Englischer Titel ausgewählt wurde! Im Original heißt die Story "Arrow Heart" und das passt ziemlich gut, da in der Geschichte lauter Anspielungen darauf vorkommen (Lied im Radio, Name eines Diners, Straßenschilder...) Wirklich Schade, dass man das ändern musste.

 

Fazit: Manchen wird die Geschichte bestimmt gefallen, mich konnte sie nicht überzeugen.