Rezension: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

Titel: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

Autor: Matt Haig

Verlag: dtv

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

 

Werbung fürs Lesen.

Klappentext:

Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein – ebenso unterhaltsam wie berührend.

Meine Meinung:

Matt Haig berichtet in diesem Roman von seinem Leben mit Depression (und Panikattacken, Angststörungen ...)

Er hat sein Buch in sinnvolle Abschnitte eingeteilt und seine Gedanken in vielen angenehm kurzen Kapiteln gebündelt.

Mir gefällt sein nüchterner Blick auf die Dinge sehr gut und man kann auch als Außenstehender durch seine Worte erfahren, wie es einem Depressiven geht. 

Matt Haig erzählt sehr persönlich und wählt dabei einige wichtige und verständliche Punkte.

Seine Ansätze sind hilfreich, z.B. solche Listen wie "Wie man für jemanden mit Depressionen oder Ängsten da ist", "Anleitung zum Leben (40 Ratschläge, die ich hilfreich finde, aber nicht immer befolge)" oder einige kurze Aufzählungen, wie z.B. welche berühmte Persönlichkeiten trotz (oder gerade wegen) Ihrer Krankheit Großartiges geleistet haben.

Haig räumt auch mit Vorurteilen auf und zeigt die unverblümte Realität der Depression und die Reaktionen von Mitmenschen. 

Mit Anekdoten, Aufzählungen, Listen, Dialogen zwischen seinem früheren Ich und jetzt hat er ein abwechslungsreiches und ehrliches Buch erstellt, aus dem ich jetzt gerne unglaublich viele Zitate teilen würde - aber vielleicht liest du das Buch einfach selbst! 

Als Trostspender oder als Hilfe, um besser zu begreifen, was sich so schwer in Worte fassen lässt - ich kann es nur jedem ans Herz legen. 

 

Fazit: Ein Buch, das sich jeder einmal anschauen sollte, ob direkt betroffen, emphatisch oder neugierig. Depressionen sind definitiv ein Thema, das mehr Aufmerksamkeit und Verständnis verdient!

 

 

 

Okay, vielleicht ein Zitat:

 

"Depression ist auch...

Kleiner als du. 

Sie ist immer kleiner als du, auch wenn sie dir riesig vorkommt."