Rezension: Dream Maker - Sehnsucht

Titel: Dream Maker - Sehnsucht

Autor: Audrey Carlan

Verlag: Ullstein

Meine Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar

Klappentext:

Parker Ellis, auch Dream Maker genannt, führt die legendäre Agentur 'International Guy'. Was er anbietet: alles, was sexy, tough und unwiderstehlich macht. Wer seine Kundinnen sind: Frauen aus der ganzen Welt, die Coaching in Sachen Liebe, Leben und Karriere suchen. Was ihn auszeichnet: Sein unglaublicher Sex-Appeal und seine beiden Partner Bogart ‚Bo‘ Montgomery, der Love Maker, und Royce Sterling, der Money Maker. Seine Aufträge führen den Dream Maker von Paris über New York bis nach Kopenhagen. Die Devise lautet höchste Professionalität, doch schon die zweite Kundin in New York City lässt Parker schwächeln. Die junge Schauspielerin Skyler ist im Begriff, sein Herz zu erobern ...


Meine Meinung: 

Mein erstes und wohl auch einziges Buch von dieser Autorin. 

Diese Geschichte wird aus der Sicht eines männlichen Protagonisten erzählt, Parker Ellis. Er ist einer der drei Männer, die "International Guy" ins Leben gerufen haben - womit sie Frauen helfen wollen, im Geschäftsleben selbstbewusster, modischer und sexier zu sein. 

Dass Parker und seine zwei Kumpels dafür genau die richtigen sind, dessen ist Parker sich sicher... er ist nämlich mal sowas von sich überzeugt.

Er lässt nichts anbrennen und wirkt dabei auf mich etwas schmierig, aufdringlich und notgeil.

Ob das Konzept der Firma wirklich in der Realität bestehen könnte - wer weiß. Aber als Buchidee durchaus geeignet, wenn man mal  ausgefallenere Rahmenbedingungen für Sexszenen und Machogetue braucht.

Parker macht sich wie gesagt sehr schnell und deutlich an die weiblichen Kunden ran - die erste der drei Kunden, die der Leser kennnen lernt, ist die unscheinbare Französin Sophie, die sich nicht schminken braucht und namenlose Klamotten trägt. Die International Guys sorgen natürlich schnell dafür, dass sich das ändert - durch teure Designerklamotten, weil Damen dadurch ja besonders stark und selbstbewusst wirken. Neue Frisur, überdachtes Make up - nur durch die Rundumerneuerung erlangt man als Frau von Welt den Respekt der eigenen Firma. Und natürlich befreit man nur dadurch plötzlich die verführerische Sexbombe, die jahrelang in ihr geschlummert hat.

Und ständig ist Parker hautnah bei seinen Kunden, denn er will der einzige sein, der seinen steifen 🍆 an der Kundin reibt, ob es jetzt im Klamottenladen oder im Büro ist.

Und Sophie scheint es zu gefallen, denn sie würde den Teufel tun, so einen aufdringlichen Hengst auch nur ein einziges Mal zurückzuweisen. 

 Ziemlich ironisch, dass ein Kapitel nach Parkers erstem Reibe-Angriff sexuelle Belästigung in einem anderen Fall zur Sprache kommt und von beiden verurteilt wird. Aber ist halt so ein Buch, wo man den Kopf ausschalten muss und die Widersprüche ignorieren sollte.

Der "Paris"-Teil war also echt nicht meins. "New York" begann schon besser, die weibliche Protagonistin Skylar hat etwas mehr Substanz - sie steckt in einer Schaffenskrise und das Burn-out sind irgendwie realer als der Rest, der einem in diesem Buch aufgetischt wird. Nur hat mir da wiederum weniger gefallen, dass Parker auf sie steht, seit er sie vor zehn Jahren auf dem Cover der Teenvogue gesehen hat (wo sie 15 war) und jetzt immer ihre süßen, kindlichen Eigenschaften betont, wenn er sie beschreibt. Ähm ja....

Beim "Kopenhagen"-Teil geht es um eine Kundin aus dem Königshaus, aber den Teil fand ich langweilig und belanglos, der konnte meine Aufmerksamkeit nicht mehr greifen.

Was die Erotik angeht sollte man auf Vergleiche wie Eifeltürme, Hockeyschläger und Stuten rammelnde Hengste stehen und das Buch bei "ich zermalme ihre Klitoris mit meinem Becken" nicht vor Lachen an die Wand werfen.

 

 

Fazit: Man sollte beim Lesen den Kopf ausschalten und die Ansprüche runterschrauben. 

Wenn man das schafft, dann lassen sich das überzeugte Machogehabe und die  erotischen Szenen bestimmt genießen - aber für Frauen, die mit Charme und Respekt erobert werden wollen, ist dieses Buch definitiv nichts.