Rezension: Eine Krone aus Feuer und Sternen

Titel: Eine Krone aus Feuer und Sternen (Teil 1)

Autor: Audrey Coulthurst

Verlag: cbt

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar

Klappentext:
Freiheit? Für Prinzessin Denna ein Fremdwort. Von klein auf ist klar, dass sie den Prinzen von Mynaria heiraten wird, um den Frieden ihres Volks zu sichern, auch wenn sie in Mynaria ihre bei Todesstrafe verbotene Feuermagie verbergen muss. Die Schwester des Prinzen, Mara, kann über ihr Leben ebenso wenig verfügen wie Denna, doch Freiheit bedeutet ihr alles. Gegensätze ziehen sich an, und irgendwann geraten im Intrigennetz am Hof die Gefühle der zwei Prinzessinnen und Dennas Magie außer Kontrolle …


Meine Meinung: 

Der Anfang leitet sehr gut in die Geschichte ein und auch die Sprache und das Erzähltempo haben mir gefallen. Für ein Fantasy-Buch mit verschiedenen Königreichen und Kulturen wirkt es inhaltlich angepasst für Jugendliche und auch die Hauptperson ist super sympathisch trotz der obligatorischen "Gabe, die niemand sonst hat".

Prinzessin Denn ist seit ihrer Kindheit verlobt und hat sich darauf vorbereitet, später mal an der Seite ihres Königs ein Land zu regieren. Sie kann Ihre Meinung mitteilen und ist sich immer ihres Handelns bewusst. 

Die zweite Erzählperspektive ist aus Maras Sicht, welche einem auch ans Herz wächst, dabei aber ein ganz anderer Typ als Denna ist.

Mara sträubt sich gegen das Prinzessinnenleben und verbringt ihre Zeit lieber im Stall. Ihre Familie hat damit schon abgeschlossen, aber jetzt kommt Denna dazu und bringt Maras Leben durcheinander.

Beide Charaktere sind somit grundverschieden, die Erzählperspektiven könnte ich aber nicht auseinander halten, wenn es am Anfang des Kapitels nicht vorgegeben wäre.

Die Welt gefällt mir auch ziemlich gut, denn es ist nicht das typische Setting mit mittelalterlichen Zuständen, sondern eine Welt, in der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau herrscht! Klasse! Zwar werden diejenigen mit einer magischen Gabe unterdrückt und ausgeschlossen, aber dafür scheint gleichgeschlechtliche Liebe von allen anerkannt zu werden.  Was es aber sonst noch so in dieser Welt gibt, erfährt man nicht. Ich hatte ja auf ein paar magische Wesen gehofft, aber man will ja keine zu hohen Ansprüche stellen *hihi*

Man erfährt leider auch nicht, aus welchem Grund die Magier gehasst werden - es ist einfach so, weil sie eine Minderheit darstellen. Wer viel Worldbuilding und politisches/geschichtliches Hintergrundwissen wünscht, wird bei diesem Buch also enttäuscht werden - jedoch ist es für jugendliche Fantasy-Leser mit wenig Ansprüchen an Komplexität genau das richtige. 

Spannung und Action wird auch vergeblich gesucht, aber die Handlung sorgt trotzdem dafür, dass man ihr folgen will.

Eine nahende Auseinandersetzung zweier Gruppen, Attentate im Schloss und Dennas gefährliches Geheimnis, die Suche nach der Lösung aller Probleme - es hat mir gut gefallen!

Im Mittelpunkt steht wirklich die Liebesgeschichte zwischen Denna und Mara, die sich übrigens ganz wunderbar langsam aufbaut und wirklich zum Mitfiebern ist. 

(Aber Achtung, dies ist ein erster Teil mit etwas offenem Ende - und der zweite ist noch nicht angekündigt! Dieser Fakt hat mich dann, gerade als es aufs Ende zuging, doch etwas gestört.)

 

Fazit: Leichtes Fantasy-Jugendbuch mit liebevoller Lovestory!