Rezension: Immerwelt - der Anfang

Titel: Immerwelt - der Anfang

Autor: Gena Showalter

Verlag: Harper Collins YA!

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

 

 

 

 

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Klappentext:

Tenley ist eine ganz normale Siebzehnjährige, rebellisch und eigensinnig. Nur dass ihre Eltern darauf bestehen, dass sie sich – wie alle anderen – zu einer der beiden verfeindeten Seiten bekennt: Entweder gehört man zu Myriad, dem dunklen Reich der Schicksalsgläubigen, oder zu Troika, dem hellen Reich der Erkenntnis. Vertreter beider Reiche versuchen mit allen Mitteln, Tenley für sich zu gewinnen. Aber sie versteht nicht, warum ausgerechnet sie so wichtig sein soll. Außerdem bemüht sich aus beiden Häusern ein Junge um sie. Sie verliebt sich in einen der beiden. Doch was, wenn sie sich für das Reich des anderen entscheidet?


Meine Meinung: 

Die Autorin hat ein interessantes Weltenkonzept erschaffen, in dem das "normale" Leben als Erstleben betrachtet wird und das danachfolgende Leben erst das richtige Leben wird. Dieses zweite Leben findet in einem der zwei Sphären statt: Troika oder Myriad. Beide Sphären haben verschiedene Philosophien und die Menschen entscheiden sich für eine der beiden (quasi wie wahr gewordene Vorstellungen verschiedener Glaubensrichtungen).

Die Hauptperson, Tenley, hat sich für keine der beiden Glaubensrichtungen entschieden, und befindet sich in einer Anstalt. Ihre Freundin dort hat sich umgebracht,  ein Freund ist verschwunden und ihre erste große Liebe wurde erschossen.

Ten ist keine gebrochene Person, sondern eine äußerst gewaltbereite, widerspenstige und starke Hauptperson. Trotz der Ecken und Kanten ist sie mir schnell sehr ans Herz gewachsen! Obwohl ihr mehrmals das Herz gebrochen wurde/wird, steckt immer noch Mitgefühl in ihr und obwohl sie niemandem vertrauen kann, versucht sie andere zu beschützen. Ten kann starke Schmerzen aushalten und wächst im Laufe der Geschichte über sich hinaus. Sie ist vielleicht ein bisschen irre und hat dazu einen Zahlentick, der sie noch etwas interessanter macht. 

Zu Beginn erfährt man durch Email-Verläufe, dass zwei Agenten aus Troika und Myriad auf Ten angesetzt sind.

Einer der Agenten wird in einen weiblichen Körper gesetzt und ihr als Mitbewohnerin vorgestellt

Killian kommt schnell dazu, als Neuling in der Anstalt, ein gutaussehender aber widersprüchlicher Charakter, der in Ten trotz allen Umständen Interesse weckt. Natürlich können sich die beiden Agenten überhaupt nicht ausstehen. Und natürlich entwickelt Ten mit der Zeit zu beiden eine Beziehung, was ihr die Entscheidung bis zur allerletzten Seite schwer macht! (Deswegen bloß nicht die letzte Seite lesen, wenn ihr euch nicht spoilern wollt)

Aber die Anstalt ist erst der Anfang und der Rest der Geschichte ist großartig, recht gewaltsam und temporeich, mit echten Gefühlen und extrem mitreißend.

 Die Charaktere sind klasse, humorvoll geschrieben, mit deutlichen Interessen und Konflikten. Ein richtiger "Feind" kristallisiert sich erst später deutlich heraus. Die Welt ist nicht zu kompliziert zu verstehen und wird auch ausreichend erklärt... ich finde es toll!

Das Thema an sich gibt es ja öfter in der Jugendfantasy: Die Gesellschaft  ist in verschiedene Gruppen eingeteilt und die Hauptperson will unbestimmt bleiben. Aber hier finde ich es interessant, dass Tens Eltern sie in eine Anstalt bringen lassen, wo sie so lange gefoltert werden soll, bis sie sich entscheidet. Dass sie (oder eher ihre Seele) etwas ist, um das sich zwei ganze Welten streiten. Und auch, dass sie niemandem vertrauen kann, weil alle sie beeinflussen um sich für eine der Seiten zu entscheiden, macht das Lesen noch einmal spannender.

 

Fazit: Ich habe dieses Buch vollkommen genossen und freue mich schon wie verrückt auf den zweiten Teil!


Der zweite Teil der Duologie erscheint am 04.01.2019 auf Deutsch!