Rezension: Leben rückwärts lieben

Titel: Leben rückwärts lieben

Autor: Claudia Pietschmann

Verlag: Arena

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

 

 

 

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar.

Klappentext:

(Der verrät mal wieder viel zu viel, also überspring ihn einfach.)

Nina erwacht aus dem Koma. Sie hatte einen Unfall, daran erinnert sie sich ganz genau – doch ihre Eltern und ihre Freunde widersprechen. Nichts von dem, was sie erzählt, sei wahr. Aber Nina hat Bilder im Kopf, Bilder von einer Bergtour, einem Haus und einem Jungen, in den sie verliebt ist. Keiner ihrer Freunde weiß, wovon sie spricht. Da steht der Junge plötzlich vor ihr: Arthur. Er kennt Nina nicht, doch all die Erlebnisse in ihrem Kopf treten nun genauso ein, wie sie sich erinnert. Nina kann sich dem gefährlichen Sog von Arthur und den Bildern nicht entziehen … und muss den Unfall verhindern, der ihr in der Erinnerung bereits zugestoßen ist.

Meine Meinung: 

Die Protagonistin Nina liegt im Krankenhaus, nachdem sie sich bei einem mysteriösen Unfall die Beine gebrochen hat und nach eine Kopfverletzung aus dem Koma erwacht ist. Im Krankenhaus kümmert sich eine nette Schwester und ein freundlicher Arzt um sie und auch ihre Eltern besuchen sie häufig.

Aber etwas stimmt nicht. Nina kann sich nicht an das vergangene halbe Jahr erinnern, auch nicht an den Unfall. Jede Nacht hat sie Albträume und häufig auch Panikattacken, wenn sie sich an verschwommene Details erinnert. Ihre Mutter versucht ihr zu helfen, aber sie behauptet auch, dass es einen Jungen namens Arthur nie gegeben hat. Aber Nina erinnert dich an ihn! Dann stellt Nina fest, dass die Zeit seltsam verläuft: Erst ist es Sommer, dann April. Ihre Zimmernachbarin verschwindet plötzlich, sie vergisst später, wie sie zur Schule gekommen ist... und keine Antwort kann sie zufrieden stellen. Dann kommt der Junge aus ihrer Erinnerung dazu, der ihr jedoch noch nie begegnet zu sein scheint. Je mehr Nina versucht sich zu erinnern, desto seltsamer wird die Situation.

Das Buch hat mich vollkommen mitgerissen. Man kann Nina so gut verstehen und will auch einfach nur erfahren, was los ist. Man fängt an, an der Ehrlichkeit der Mutter zu zweifeln, dann wieder an Nina selbst. Und geht von Arthur wirklich eine Gefahr aus? Schließlich verliebt sie sich so schnell in ihn... Es ist super spannend!

Ninas Charakter ist vollkommen glaubwürdig und nachvollziehbar, sie versucht bei all dem Durcheinander einen Überblick zu behalten und baut sich sogar wie Sherlock Holmes einen eigenen Gedankenpalast. Ich hätte mit keiner aneren Hauptperson diese Geschichte erleben wollen! Zu Arthur kann ich nicht viel sagen, außer dass er mir gefallen hat. Allgemein kann ich jetzt nichts mehr sagen, sonst würde ich zu viel verraten.

Ich habe begonnen zu lesen und konnte das Buch dann nicht mehr weglegen.

Das Cover fand ich am Anfang übrigens etwas gewöhnungsbedürftig - jetzt bin ich aber begeistert davon, da es Ninas Zerrissenheit perfekt einfängt. 

 

Fazit: Eine mitreißende, stimmige Geschichte!