Rezension: Heartless

Titel: Heartless

Autor: Winter Renshaw
Verlag: LYX

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar.

Klappentext:

Als Aidy in New York ein handgeschriebenes Tagebuch findet, ahnt sie nicht, dass das ihr Leben verändern wird: Die Geschichte, die sie darin findet, berührt die junge Frau zutiefst. Sie erzählt von einer bittersüßen Liebe voll Sehnsucht und Schmerz. Als Aidy das Tagebuch seinem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben will, trifft sie auf den weltberühmten, schlecht gelaunten und unheimlich attraktiven Ex-Baseballspieler Ace Amato – der ihr unmissverständlich klarmacht, was er von aufdringlichen Fans wie Aidy hält. Doch Ace‘ Verzweiflung und die tragische Liebesgeschichte aus dem Tagebuch gehen Aidy nicht mehr aus dem Kopf. Und so sehr sie weiß, dass sie sich von ihm fernhalten sollte, zieht seine Traurigkeit sie jeden Tag tiefer in seinen Bann … 


Meine Meinung:
Dieses Buch ist ja mal ein typischer Coverkauf-Kandidat! Aber leider konnte der Inhalt meine Erwartungen nicht erfüllen.

Die Handlung in Kombination mit den Charakteren ist für mich viel zu flach. Zwei Personen begegnen sich, der Mann ist abweisend, die Frau super fröhlich. Beide treffen sich, bis sie ein Wochenende zusammen verbringen und ihre Gefühle akzeptieren. Und natürlich etwas Drama gegen Ende. Gähn.

Auch wenn die Handlung in Erotik-Romanen meistens recht vorhersehbar und unaufgeregt ist, so hätte ich mir hier wenigstens etwas Abwechslung gewünscht. Ich glaube, nur zwei wichtige Orte wurden tatsächlich mal beschrieben: Ein Restaurant und das Haus am See. An den Rest kann ich mich kaum noch erinnern. 

Die Charaktere konnten mich einfach nicht begeistern: Mir hat ein bisschen was gefehlt, um mit ihnen mitzufiebern. Für mich war es eigentlich egal, ob sie zusammenkommen - schließlich wird selten von Anziehung oder Zuneigung gesprochen, sondern nur ab und an erwähnt wie gutaussehend sie sich finden. Selbst die Sexszene wirkt passiv und ohne Leidenschaft. Dass die Perspektive zwischen den beiden wechselt, sorgt leider nicht dafür, dass man viel über deren Innenleben erfährt. Ace lächelt  wenig und scheint eine betrübte Ausstrahlung zu haben, er verarbeitet immer noch das Ende seiner Karriere und eine vergangene Liebe - jetzt schafft er es allmählich, wieder nach vorne zu blicken. Aidy hingegen scheint immer perfekt und gut gelaunt zu sein - es gibt einfach nichts, woran man sich bei ihr erinnern würde, außer ihren Job als selbstständige Visagistin.

Da das Buch nur knapp über dreihundert Seiten hat und ganz angenehm zu lesen ist, fliegt man schnell durch die Seiten.

Aber ich habe schon so viel besseres gelesen, was mich mehr mitreißen und vor allem emotional berühren konnte. Ich würde das Buch nicht nochmal lesen wollen und habe das meiste bereits wieder vergessen.