Rezension: Wir fliegen, wenn wir fallen

Titel: Wir fliegen, wenn wir fallen

Autor: Ava Reed

Verlag: ueberreuter

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

 

Werbung fürs Lesen. 

Klappentext: (Inhaltsangabe des Verlags)
Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten … So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.


Meine Meinung:

Erzählt aus zwei sich abwechselnden Perspektiven, fühlt sich diese Geschichte an wie eine emotionale Achterbahnfahrt.

Am Anfang ist da die Trauer, als man hautnah miterlebt, wie Phil stirbt. Phil war ein alter Mann im Altersheim, dem Yara aus Büchern vorgelesen hat und den Noel nicht oft genug besucht hat, obwohl sein Großvater das letzte erreichbare Familienmitglied war.

Noel wuchs in einem Heim auf und arbeitet jetzt ohne Perspektive in einer Fastfoodkette. Er ist extrem frustriert und weiß nicht, wie er sein Leben ändern kann. Im Inneren unruhig und einsam reagiert er nah außen häufig unfreundlich und abweisend. 

Yara hat ihre Eltern bei einem Unfall verloren und seitdem muss sie sich immer mit etwas beschäftigen - durch Phils Tod fehlt ihr ein wichtiger Anhaltspunkt und die viele freie Zeit in den Sommerferien ist nichts, worüber sie sich freuen würde. 

Die Leben von Noel und Yara ändern sich, als sie von Phils Testament erfahren. Plötzlich öffnet sich eine neue Perspektive - ungewollt müssen sie mit einem Fremden zusammen diese Dinge erleben, die Phil für sie ausgesucht hat.

Der Schreibstil ist schön, denn man versteht so alles, ohne dass zu viel gesagt werden muss. Die Charaktere sind realistisch, aber auch sehr kaputt. Dadurch werden die Emotionen intensiver ... es lässt sich schwer beschreiben, aber wenn die beiden in ihr unangenehmes Schweigen versinken, dann kann man dabei wirklich gut mitfühlen! Ich würde Yara und Noel gerne beide mal fest in den Arm nehmen, denn sie verdienen alle Liebe dieser Welt. Die Entwicklung der Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich würde gerne noch mehr über die beiden lesen. Ich freue mich sehr, dass ich sie auf ihrer Reise begleiten konnte!