Rezension: Avalon - Deep in Space

Titel: Avalon - Deep in Space

Autor: Mindee Arnett
Verlag: dtv

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar. 

Klappentext:
Jeth Seagraves Eltern sind tot. Das Einzige, das ihm von ihnen geblieben ist, ist ihr Raumschiff, die Avalon – und sein eiserner Wille, diese zurückzuerobern. Bei einer seiner Missionen trifft er auf die überaus hübsche, smarte Sierra, den etwas älteren Vince und ein kleines Mädchen namens Cora, das nicht ganz menschlich zu sein scheint. Je mehr Jeth über die Drei erfährt, umso mehr Geheimnisse kommen ans Tageslicht und umso näher kommt er Sierra – bis er sich letztlich der Frage stellen muss, wie weit er gehen würde, um an die Avalon zu kommen, und wer hier eigentlich wen verraten hat.


Meine Meinung: 

Diese Geschichte hat es mir etwas schwer gemacht.

Ich hatte mal wieder richtig Lust auf eine Space-Geschichte und da kam dieses Buch wie gerufen.

Die Handlung ist zwar nicht unglaublich spannend, aber so dass man wissen will wie es weiter geht. Es gibt genug Charaktere um die Aufmerksamkeit zu halten, auch wenn alle nur recht oberflächlich dargestellt werden und sich meistens durch eine Sache auszeichnen. Der Schreibstil/ die Übersetzung wirkt manchmal etwas eckig, aber den meisten fällt das bestimmt nicht auf.

Ich mag Jeth als Protagonisten, seine Einstellung als Dieb mit dem großen Wunsch, frei und unabhängig zu sein. Er schmachtet nicht irgendeinem Mädchen hinterher sondern will endlich sein Raumschiff und damit seinen Frieden haben. Bei Missionen hat er die Verantwortung, und erteilt die Befehle - aber seine Crew hält zusammen und sogar seine kleine Schwester Lizzie ist eine kluge Hilfe für das Team.

Die ersten zwei drittel der Geschichte habe ich gedacht: Puh, dafür dass dies eine Dilogie sein soll, muss hier aber mal mehr passieren, sonst ist der zweite Teil doch bestimmt viel zu vollgestopft. Es war alles ganz unterhaltsam, aber nicht extrem mitreißend und die  Spannungskurve erschien recht vorhersehbar. 

Dann kam das letzte Drittel und hat mich überzeugt. 

Überraschende Wendungen, brutale Folter, interessante Erkenntnisse - endlich wird die Bedrohung und Spannung greifbar und real!

Somit ist der Plot doch ziemlich stark!

Die Autorin hat dafür aber eben weniger Wert auf die Charaktere und das Worldbuilding gelegt, was ich schade finde. In einem Satz wird z.B. nur kurz erwähnt, dass Unterdrückung und Diskriminierung herrscht - es gibt so viel von dieser Welt, das man nicht weiter erfährt! Dabei könnte man allein auf solchen Themen komplexe Charaktere errichten! Die ganze Space-Sache an sich hat viel Potential (was natürlich in diversen Filmen, Serien und SciFi Büchern bereits ausgenutzt wird) nur im Jugendbuch gibt es da noch nicht so viel. Ich bin deswegen etwas enttäuscht, nicht genug Komplexität erhalten zu haben. 
Aber das Ende lässt mich auf einen starken zweiten Teil hoffen!

 

Fazit: Das letzte Drittel hat so einen Spaß gemacht zu lesen, dass ich eigentlich 4 Punkte geben möchte, aber gleichzeitig stand meine Bewertung lange bei 3,5. Also insgesamt irgendwo dazwischen.