Rezension: Die Muschelsammlerin - Deine Bestimmung wartet

Titel: Die Muschelsammlerin - Deine Bestimmung wartet

Autor: Charlotte Richter
Verlag: Arena

Meine Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar.

Klappentext:

Mariel hat immer darauf vertraut, dass sie in Amlon glücklich wird. Inmitten der perlweißen Strände und des türkisblauen Meeres sollte es ihr an nichts fehlen. Aber tief im Herzen spürt Mariel, dass sie nicht dazugehört. Als der Tag der Verbindung bevorsteht, an dem jeder Jugendliche seinem perfekten Partner begegnet, wird Mariels größte Angst wahr: Sie ist eine Sonderbare, eine von denen, für die es keine Liebesgeschichte gibt. Zusammen mit Sander, Tora und Tammo muss Mariel Amlon verlassen. Nur in Nurnen, dem Reich der Träume, können sie ihren Seelenpartner noch finden. Doch auf der Reise flammen in Mariel plötzlich Gefühle für einen anderen auf. Und diese Gefühle bedeuten in Nurnen den sicheren Tod …


Meine Meinung:

Ich brauchte eine Weile, bis ich in dieser Welt ankommen konnte - der Schreibstil war aber von Anfang an sehr angenehm, bedacht und atmosphärisch. Was genau diese Welt jetzt ist - modern oder antik - kann ich allerdings leider immer noch nicht sagen.

Das ganze ist wieder so eine Auswahl-Geschichte, von denen es ja noch nicht genug auf dem Markt gibt...

Die Hauptperson ist ein besonderes Mädchen, zumindest verglichen mit dem Rest der Gesellschaft. Mariel sammelt Muscheln mit Abweichungen, versteckt ihre Zeichnungen, erzählt niemandem von ihren seltsamen Träumen ... und hält nicht viel von dieser Paarungszeremonie, die alle mit achtzehn erwartet.

Dieses Ritual ist aber auch echt so bescheuert, dass es auf Rtl ausgestrahlt werden könnte! Zum Beispiel tauschen dort alle, die mal was miteinander hatten, Blumen aus, sodass die Zuschauer begeistert sehen können, wer die meisten Partner hatte! Enttäuschenderweise hatte Mariel noch nie jemanden und steht dann ganz ohne Blume da, während andere Mädels die Arme voll haben! Wie schockierend!

(Da kam mir echt fast der Tee wieder hoch, denn irgendwie wird nicht deutlich, wie absurd das ganze ist, weil Mariel sich halt schon dafür schämt ihre Mutter so zu enttäuschen. Nur wer einen Partner findet, ist in dieser Welt vollkommen. Kotz.)

Etwas dumm wundert Mariel sich dann später tatsächlich, wieso der Mann aus ihren seltsamen Träumen sie bei der Zeremonie nicht erwählt. Jep. Der Mann. Aus. Ihren. Träumen. Taucht nicht auf. Skandalös, erneut. Oh, das war ein Spoiler, tut mir leid!

Die Kapitel sind schön kurz, aber ich wollte trotzdem nicht mehr weiterlesen, als ich gemerkt habe, dass ich erst die ersten 100 Seiten geschafft habe.

Zu keiner Person konnte ich eine Bindung aufbauen, manche Nebencharaktere haben mich einfach nur genervt, weil sie so belanglos sind.

Es fiel mir so unglaublich schwer, die Aufmerksamkeit auf den Seiten zu behalten!
Ungefähr einen Monat habe ich mit diesem Vorab-Lese-Exemplar gehabt und vielleicht war das mein Fehler: Der Geschichte zu viel Zeit zu lassen.

Bis zur letzten Seite zu kommen war wirklich ein Kampf. Die Welt ist zu uneindeutig, die Charaktere austauschbar, die Handlung ... ja... unerwartet.

Ich dachte, ich bekomme wenigstens eine Liebesgeschichte, aber dies ist keine richtige Liebesgeschichte (auch wenn alle sich einen Seelenpartner und die wahre Liebe herbeiwünschen). 

Ab der Mitte wird der Handlungsverlauf so willkürlich, dass jegliche aufkommende Spannung dadurch wieder zunichte gemacht wird.

Das Ende, das Ziel was die Handlung verfolgt hat, ... tja also ich bin froh, dass ich mir diese Fortsetzung sparen kann!

 

Fazit: Mit den Charakteren konnte ich nichts anfangen und die Handlung hat mich nicht gefesselt.