Gastrezension: Saligia - Spiel der Todsünden

Titel: Saligia - Spiel der Todsünden

Autor: Swantje Oppermann
Verlag: Gulliver

Franzis Bewertung: 4 von 5 Punkten

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar.

Inhalt & Meinung: 

Keira ist nicht normal! Das weiß sie schon lange, denn wer sonst wird so leicht wütend, wer sonst kann seine Wut auf andere übertragen und damit ganz leicht eine Massenschlägerei auslösen?

 Eine Erklärung für ihren „Fluch“ bekommt sie erst, als ein sogenannter Sucher sie findet. Keira entstammt einer Blutlinie von Menschen, die die sieben Todsünden in sich tragen (immer nur eine). Und sie selbst ist der Zorn! Um zu lernen sich selbst zu kontrollieren und ihre Fähigkeiten gezielt einzusetzten, kommt sie an die „Canterbury School“. Eine Schule gegründet für all jene, die wie Keira sind. Doch um die Natur der Schüler geheim zu halten, darf diese natürlich keine besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber wie wichtig ist diese Diskretion? Ist sie es Wert die Ermittlungen zum Tod einer Schülerin zu behindern?

Als erstes hat mich bei diesem Buch das coole Cover angelockt, von dem ich echt begeistert bin. Dann kam noch das Thema „Todsünden“ und ich war gekauft 😁

Auch die Geschichte hat mir gut gefallen, Keira ist eine interessante Heldin, die häufig mit ihrem Zorn zu kämpfen hat und viel lieber ein gewöhnliches Mädchen wäre. Wenn man gezwungenermaßen ein Einzelgänger ist, ist die Aussicht darauf Leute zu treffen die einem ähnlich sind etwas verlockendes, aber im Freundschaftenschließen ist Keira eher ungeübt.

Die Handlung ist spannend und reißt den Leser sehr schnell mit, doch manchmal hätte ich mir etwas mehr Tiefe in den Geschehnissen gewünscht, bevor der Fokus auf den Mord gelegt wird. Gerade zu den Schülern und der Schule an sich braucht man einfach einige Infos.

Nicht, das es zu der Schule und dem Aufbau gar keine Information gab, ich mag die Geschichte zu den Sünden, den Glauben und auch die Repräsentation durch die Schüler. Man bekommt einen tollen Einblick darauf, wie sich jemand mit einer bestimmten Sünde verhalten würde, ich hätte mir nur eben noch mehr gewünscht. Kommt ja vielleicht im nächsten Band. Auch Keiras Angewohnheit, andere Menschen schnell zu verurteilen, fand ich zwischenzeitlich etwas viel, doch insgesamt passt es doch gut zu ihrem Charakter.

 

Mein Fazit zu diesem Buch ist, dass es mir gut gefallen hat, ich mir aber mehr Tiefe gewünscht hätte - da es eine Reihe zu werden scheint, kommt diese vielleicht noch. 


Das ist Franzi.

Franzi ist Buchhändlerin mit einer nie endenden Leidenschaft fürs Lesen. Am liebsten ist sie nämlich in anderen Welten zuhause - Mittelerde wäre ihre Wunschheimat (aber eigentlich überlegt sie sich das nochmal). Am liebsten liest sie Jugendbücher und Young Adult.

Sie redet leidenschaftlich gerne über Bücher, aber ich habe sie gezwungen, die Rezensionen für mich aufzuschreiben.