Rezension: Traumspringer

Titel: Traumspringer

Autor: Alex Rühle
Verlag: dtv Junior

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar.

Klappentext:

Leon ist ein Traumspringer. Eines Nachts bemerkt er, dass er in die Träume seiner Freunde springen kann. Vor allem aber entdeckt er dabei eine verborgene und geheime Welt. Hier sammeln und archivieren Morpheus und seine Geschwister seit vielen tausend Jahren alle Träume der Menschen. Doch plötzlich werden die Traumregale geplündert. Nur Leon kann Morpheus, dem Hüter der Nacht, jetzt noch helfen. Aber auch die Traumjäger sind längst hinter Leon her ...

 

Meine Meinung:

Ein neues Handyspiel hat eine zentrale Rolle in dieser Geschichte - hätte ich das vorher gewusst, wäre ich mit anderen Erwartungen an die Story rangegangen und hätte weniger Fantasy erwartet. 

So bleibt der gespannt erwartete fantastische Teil leider recht klein. Leon macht sich über das ganze Traumspringen an sich auch kaum Gedanken - Er nimmt einfach hin, dass er so ein cooles Talent hat. 

Die Aufeinandertreffen mit Morpheus sind immer sehr kurz und wenig Aussagekräftig - dabei scheint Morpheus ein cooler Typ zu sein :p

Nachträglich ist mir eingefallen, was mir außerdem noch gefehlt hat: Leon stellt kein einziges Mal eine Verbindung her zur Mythologie - dabei würde man heutzutage doch mal einfach googeln, wem man da im Traum begegnet ist? Morpheus, Lethe, die drei Schwestern ... ich schätze, nicht alle Kinder in der Zielgruppe wissen, wo der Autor seine Ideen gesammelt hat. Über etwas mehr Wissensvermittlung hätte ich mich gefreut.

Die Story ist nicht zu komplex oder tiefgehend, aber insgesamt sehr schön rund - und fesselnd.

Die alten und neuen Freundschaften werden beachtet, der neue Mitschüler Elias aus Tschetschenien gibt dem ganzen einen aktuellen, internationalen Touch. 

Zum Ende hin nimmt die Spannung zu, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Dieser Teil des Buchs hätte ruhig noch länger sein können, das ging dann doch alles sehr schnell.

Ja, jetzt habe ich viele Kritikpunkte genannt - mir hat das Lesen aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht und wäre ich dem Handyspiel egenüber etwas Offener gewesen, hätte mich das ganze auch noch mehr überzeugen können.

 

Fazit: Wenn man nicht mit den falschen Erwartungen an die Geschichte herangeht, erwartet einen ein spannendes Buch mit möglicher Fortsetzung!