Rezension: The quiet at the end of the world

Titel: The quiet at the end of the world

Autor: Lauren James
Verlag: Walker Books

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

 

Werbung fürs Lesen. 

Klappentext:
Lowrie and Shen are the youngest people on the planet after a virus caused global infertility. Closeted in a pocket of London and doted upon by a small, ageing community, the pair spend their days mudlarking for artefacts from history and looking for treasure in their once-opulent mansion. 

Their idyllic life is torn apart when a secret is uncovered that threatens not only their family but humanity’s entire existence. Lowrie and Shen face an impossible choice: in the quiet at the end of the world, they must decide who to save and who to sacrifice . . 

 

Meine Meinung:

Da mir die Forever Again-Dilogie der Autorin so gut gefallen hat, habe ich diesem neuen Buch bereits entgegengefiebert. Diesmal muss kein weltveränderndes Ereignis verhindert werden, da es vor ca. 80 Jahren bereits eingetreten ist! Aber auch diesmal ist die verbliebene Menschheit in großer Gefahr...

Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, es beginnt langsam und nach 50 Seiten wollte ich das Buch dann nicht mehr beiseite legen.

Es gefällt mir, dass Lowrie (aus ihrer Sicht wird erzählt) schnell klar macht, dass sie sich mit Shen keine Beziehung vorstellen kann, da sie ihre Freundschaft auf keinen Fall riskieren möchte. Dabei werden beide noch lernen, was Liebe überhaupt bedeutet.

Auch der Alltag der beiden - Unterricht abwechselnd bei den vier Eltern und in der Freizeit das Erforschen/Durchsuchen alter Kanäle und Tunnel - gefällt mir und wird interessant dargestellt.

Die kleinen Momente, in denen die Hunde vorkommen oder die Roboter sich durch Blinken verständigen, sind sehr amüsant und lockern die Stimmung auf. 

Sehr gut finde ich, dass es diesen Einblick in die Vergangenheit gibt - durch einen gefundenen Gegenstand stößt Lowrie nämlich auf eine Art Facebook-Profil eines Mädchens, das zur Zeit des Ausbruchs des Virus viel dazu geschrieben hat. Die Posts und Tweets sind immer wieder mal in die Geschichte eingebunden und sorgen so nicht nur für Abwechslung, sondern liefern auch weitere Fakten, die für die Story hilfreich sind. Obwohl das alles schon so lang  her ist, kann man mit diesem Mädchen besonders gut mitfühlen, denn ihre Gedanken, die sie mit der Welt teilt und die viele Jahrzehnte später noch einzusehen sind, können den Leser an manchen Stellen schon sehr bewegen. 

Allgemein ist die Situation von Lowrie und Shen auch sehr berührend, denn schließlich ist es schon ... besonders, wenn man weiß, dass man bald ganz alleine auf dieser Welt sein wird.

Mehr zum Inhalt kann ich nicht verraten, aber man darf sich auf wirklich überraschende Wendungen freuen und spannend wird es natürlich auch!

Ich finde, in diesem Buch hat alles super zusammen gepasst, auch wenn es sich eben wieder in eine ganz andere Richtung entwickelt, als man anfänglich vielleicht erwarten mag - ich habe mit Lowrie und Shen mitgefiebert und wirklich genossen, was die Autorin da für eine Welt aufgebaut hat!

 

Fazit: Ein großartiges, bewegendes und überraschendes Buch, das dem Leser eine neue Ebene der Empathie zeigt.