Rezension: Wild Hearts - Kein Blick zurück

Titel: Wild Hearts - Kein Blick zurück

Autor: T. M. Frazier
Verlag: LYX

Meine Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar.

Klappentext:

Ein alter Camper und ein Stück Land im Nirgendwo von Florida ist alles, was Sawyer Dixon nach dem Tod ihrer Mutter geblieben ist. Weit weg von ihrer Vergangenheit will sie einen Neuanfang wagen. Doch sie hat nicht mit ihrem Nachbarn Finn gerechnet. Der gut aussehende Einzelgänger ist wenig begeistert davon, dass Sawyer vor seiner Haustür campt – und Gefühle in ihm weckt, die er seit Jahren tief in seinem Herzen verschlossen hält!


Meine Meinung:

Der Klappentext klang wirklich nach etwas, das mir gefallen könnte. Aber dann verbarg sich dahinter so ein komisches Buch...

Ein besserer Klappentext wäre wohl gewesen: Amerikanisches Mädchen flieht aus ihrer Sekte, begegnet einem großen starken Einsiedler im Sumpf  und ist sofort hin und weg. Dabei hätte sie sich lieber von ihm verhalten sollen...

Ich bin wirklich kein Fan von Finn. Er ist einfach kein Umgang für dieses traumatisierte Mädchen! Der Kerl ist nicht nur super aufdringlich und dadurch mega gruselig, am besten ist ja wohl die Stelle wo beide über ihre tote Mutter reden und er dabei seine Erektion an ihr reibt. Jep. No shit.

Dass er hin und wieder von den anderen als Sumpfmonster bezeichnet wird, hilft natürlich ungemein fabei ihn anziehen und sexy zu finden. In meinem Kopf hab ich ihn mehr wie einen übergriffigen Oger vorgestellt. *Shrek kommt aus seiner Hütte und schreit: Verschwinde aus meinem Sumpf!* 

Dann diese Stelle, wo Sawyer sagt, Finn soll aufhören sie auszuziehen und er es weiter macht. Das geht mal so gar nicht?! Ich sagte ja schon, was der Kerl für ein Creep ist. 

Ich gönn dem Mädchen alle Liebe und Heilung der Welt, um diese Familie zu vergessen - aber dabei kann ihr dieses Sumpfmonster nicht helfen.

Die Idee hinter der Story ist gar nicht mal so blöd, nur leider ist sie dadurch, dass die Protagonistin zu so einem kopflosen, unschuldigen, unerfahrenen Sekten-Sexsymbol gemacht wird mit dem Aufdruck "ich will Freiheit! (Und ficken)" einfach nur schwer ernst zu nehmen. Sawyer hätte sich gut entwickeln können, aber es wirkt einfach nicht ernst gemeint. Nur, weil jemand, der seit seiner Geburt lange, schlichte Kleidung getragen hat plötzlich knappe Hotpants und heiße Stiefel anzieht, wird daraus nicht gleich die selbstbewusste sexy Weiblichkeit in Person!

Ich hab innerlich vor Frust gebrüllt, wie absurd manche Szenen waren. 

Leider wirken auch alle Nebencharaktere wie Pappausschnitte und Hinterland-Klischees - und sind durchweg alle mehr oder wenig gestört.

Aber gut, wer oberflächliche Erotik gerne liest, hat hier wieder ein Buch mit einer ausgefallenen Handlung gefunden. 

Abschließend finde ich es leider lächerlich, am Ende einen Cliffhanger einzubauen um die Geschichte irgendwie noch auf einen zweiten Teil ausweiten zu können - ein Buch hätte genügt. Wenigstens lässt es sich schnell lesen und ich war an einem Abend durch.