Rezension: Falling Fast

Titel: Falling Fast

Autor: Bianca Iosivoni
Verlag: Lyx

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

Werbung fürs Lesen. Leseexemplar.

Klappentext:

Hailee DeLuca hat einen Plan: Die Zeit, in der sie sich zu Hause verkrochen und vor der Welt versteckt hat, ist vorbei. Sie will mutig sein und sich all die Dinge trauen, vor denen sie sich früher immer zu sehr gefürchtet hat. Doch dann lernt sie Chase Whittaker kennen – und weiß augenblicklich, dass sie ein Problem hat. Denn mit seiner charmanten Art weckt Chase Gefühle in ihr, die sie eigentlich niemals zulassen dürfte. Und nicht nur das. Er kommt damit ihrem dunkelsten Geheimnis viel zu nahe ... 

 

Meine Meinung:
Positiv vorneweg: Vor Beginn der Geschichte gibt es eine Triggerwarnung über die später angesprochenen Themen - finde ich sehr nett. 

Die Geschichte entwickelt sich ruhig und langsam. Man bemerkt schnell, dass Hailee recht schreckhaft und ängstlich ist, sich diesen Ängsten aber stellen will. Der erste Kontakt zu Chase ist positiv, aber dann merkt sie, wer er ist und dass sie schon schlechtes über ihn gehört hat und stößt ihn wieder weg. Leider muss sie in der kleinen Stadt bleiben und so bleibt ihr keine andere Wahl, als mehr Zeit mit ihm zu verbringen.

Die Autorin streut viele leicht zu entschlüsselnde Hinweise über Hailees Geheimnis und dennoch finde ich, dass es Unstimmigkeiten in ihrem Verhalten gibt.

Fast zweihundert Seiten lang hat dieses Buch gebraucht, um mir etwas zu gefallen. Bis dahin fand ich es eintönig und beide Protagonisten nicht besonders umwerfend. Die Autorin schafft es sehr gut, die Zeit zu dehnen, wenige Tage kommen einem wie eine Ewigkeit vor (in der nichts passiert). 

Chase, der nette hübsche Kerl, ist laaangweilig. Er erträumt sich eine andere Zukunft als die, die seine Familie für ihn vorsieht - und das wars auch schon. Er ist so eindimensional! Haine findet er natürlich sofort interessant und besonders - denn sie passt ja so überhaupt nicht in seine gewohnte Kleinstadt und auch sonst ist sie ja so erfrischend und anders...

Wie man sieht, hat mich die kaum vorhandene Anziehung zwischen den beiden nicht gepackt. 

Aber dann verglich Hailee Chase mit einer Pizza, die sie aufessen will - und schon war sie mir etwas sympathischer. Pizza is love. 

Mit ihrer Charaktereigenschaft des zwanghaften Mutigseins kann ich nicht so viel anfangen, auch ihre Bucketlist erinnert mich eher an einen Teenie als an eine einundzwanzigjährige Studentin. Seltsam find eich auch, wie sie am Anfang sagt, dass sie kein Geld mehr hat und dann trotzdem ewig im Dorf bleiben kann (schnorrt sie sich durch? Diese Frage hat mich wirklich beschäftigt!). 

Da bei diesem Buch das fiese Ende eine große Rolle spielt, kann ich nicht viel darüber verraten, wie sehr ich trotz allem den zweiten Teil lesen müsste.

Ich wünsche mir fast, die Geschichte abgebrochen zu haben, denn dann hätte ich das Ende nicht gelesen. Tja, so ist das Leben nun mal. Aber es ist immer gut, letztendlich die Gründe dafür zu kennen, warum sich Charaktere verhalten, wie sie sich verhalten. Hier wirkte es aber leider doch so, als hätte zum Ende noch einmal ein schockierender, dramatischer Moment eingefügt werden müssen., am das Interesse der Leser zu halten.  Es ist einfach nicht harmonisch zum Rest der Geschichte.

Ach so, wer hier eine erotische Liebesgeschichte erwartet, kann das (wie vielleicht schon erahnt) schnell wieder vergessen. 

 

Fazit: Teil 2 muss besser werden. 

 

Edit, ein paar Tage später: Ich habe jetzt beschlossen, den zweiten Teil nicht zu lesen, denn egal wie sehr mich das Ende schokiert (?) hat, möchte ich eigentlich nicht wissen, wie es den beiden Charakteren weiterhin ergeht, da ich einfach keine Verbingun zu ihnen aufbauen konnte.